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Winter am Rhein

In der Nacht hat es gefroren. Doch jetzt wölbt sich ein strahlend blauer Himmel über die Welt – über meine Welt – und die Sonne scheint. Nix wie raus! An den Rhein, meinem Kraftort, meinem Zufluchtsort, meinem Weggefährten, meinem Lebensgefährten. An den Isteiner Schwellen tappe ich über die Rhywaggen, lausche dem Plätschern des Flusses, der sich hier über den harten Malmkalk ergießt, genieße die Sonnenstrahlen im Gesicht und lasse Steine übers Wasser tanzen. So schön kann das Leben sein!

#Worte_die_verzaubern

Wie Spuren im Schnee

Je älter ich werde, desto mehr entdecke ich, wie mich meine Eltern geprägt haben und dies (teilweise?) auch heute noch tun. Wie Spuren im Schnee kann ich die Eindrücke erkennen, die sie in meinem Leben und in mir hinterlassen haben. Manchmal ist die Spur gut zu erkennen und ich kann sie bis zu ihrem Ursprung nachverfolgen. Manchmal jedoch ist sie verwischt und es ist schwierig, ihrem Verlauf zu folgen und herauszufinden, woher sie kommt. Weiterlesen „Wie Spuren im Schnee“

Ein Traum wird wahr

Wer meinen Blogartikel „Wanted: Mut zum Motorradfahren“ gelesen hat, weiß, wie lange ich schon vom Motorradfahren träume und wie schwer ich mich damit tue (oder jetzt eher: getan habe!), diesen Traum zu verwirklichen. Der Engel in Motorradkluft – wie ich ihn mir am Ende des oben erwähnten Artikels gewünscht habe – ist mir zwar nicht erschienen, aber irgendwie fand ich trotzdem Anfang September den Mut, mich bei der Fahrschule für den Führerschein Klasse A anzumelden. Vielleicht hatte es damit zu tun, dass mein Motorradkumpel, bei dem ich schon als Sozia mitfahren durfte, zu mir (in einem anderen Zusammenhang) gesagt hat, dass er an mir meine Zielstrebigkeit bewundere – und das hat mir offensichtlich den nötigen Schubs gegeben. Bis ich aber zum ersten Mal fahren darf, dauert es noch über einen Monat und schnell wird klar: Weiterlesen „Ein Traum wird wahr“

Magische Momente

Auf einer Radtour am Rhein Anfang Juli brennt die Sonne erbarmungslos vom Himmel. Schatten ist rar. Als wir endlich auf dem Campingplatz in Kehl ankommen, sind wir total ausgelaugt. Wir kennen den Platz bereits von früheren Radreisen und liegen erstmal in den Schatten, das Zelt können wir ja später noch aufbauen. Auf dem eher lieblosen Durchgangsplatz stehen schon ein paar Zelte und Wohnmobile, grad in der Nähe eines, vor dem ein Paar sitzt, das sich auf Englisch unterhält und eine Melone isst. Plötzlich Weiterlesen „Magische Momente“

Wanted: Mut zum Motorradfahren

In meinem letzten Blogartikel „Grenzen überwinden“ habe ich ja darüber geschrieben, welche Grenzen ich schon überwunden und an welchen ich noch zu „knabbern“ habe.

Die derzeit größte Hürde in meinem Leben zeigt sich im Moment bei einem Vorhaben, das für die meisten wahrscheinlich total Pillepalle ist. Ich möchte nämlich – und das schon wirklich lange! – Motorradfahren lernen. Und was hindert mich daran? Weiterlesen „Wanted: Mut zum Motorradfahren“

Grenzen überwinden

Natürlich habe ich in meinem Leben schon viele Grenzen überwunden, ganz egal, ob äußere oder innere. Die äußeren sind – meistens (?) – einfacher: auf einer Reise an einem Grenzübergang seinen Pass vorzeigen und gut. Gerade im vereinigten Europa gibt es ja praktisch keine Zollkontrollen mehr – allerdings mit einer (kleinen) Ausnahme: die Schweiz! Doch auch ich bin schon fast einmal an einem Zoll „hängen geblieben“: Weiterlesen „Grenzen überwinden“

Verloren…

Mein Leben ist von Verlusten geprägt: der jüngere meiner beiden Brüder stirbt mit nur 37 Jahren (und das vier Tage nach meinem dreißigsten Geburtstag). Meine Mutter stirbt, als ich fünfzehn bin. Meine geliebte Großmutter (mütterlicherseits) stirbt nur zwei Jahre nach meinem Bruder. Zeitweise habe ich das Gefühl, im Jahresrhythmus ein wichtiges Familienmitglied beerdigen zu müssen. Ich stelle fest, dass die meisten Menschen mit dem Tod völlig überfordert sind. Meine damals beste Freundin kommt nicht an die (große) Trauerfeier meines Bruders, „weil sie mich nicht in meiner Trauer stören wollte“!!! Die meisten erwarten, dass ich weiter funktioniere. Und das tue ich ja auch, zumindest nach außen hin. Doch innerlich fühle ich mich leer und einsam. Weiterlesen „Verloren…“

Der zerbrochene Lebenstraum (oder: Die Suche nach dem verlorenen Paradies)

Weiter geht es mit der Geschichte aus dem Libanon. Wer den Anfang dazu lesen möchte: hier geht es zum Blogartikel „Ein schwieriger Anfang“.

1975. Inzwischen ist im Libanon der Bürgerkrieg ausgebrochen, just am Tag, an dem meine Großmutter zu Besuch kommt! Während mein Großvater in Basel bleibt, lässt es sich die Mutter meiner Mutter nicht nehmen, ihre Lieben zu besuchen, ganz egal, wo die gerade sind. Sie ist bereits, als meine Eltern Ende der 60er-Jahre in New York lebten, allein über den großen Teich geflogen (damals noch mit einem Fuelstop auf den Azoren), um ihren ersten Enkel kennenzulernen! Ich scheine die Reiselust und das Interesse an anderen Ländern und Menschen also von ihr geerbt zu haben… das freut mich! Gerade für dieses Jahr hege ich wieder Reisepläne… (mal sehen, was daraus wird). Weiterlesen „Der zerbrochene Lebenstraum (oder: Die Suche nach dem verlorenen Paradies)“

Segensreiche „Hilfe“

Wer wartet nicht manchmal auf die gute Fee, die drei Wünsche erfüllt oder den edlen Ritter, der uns aus unserer Misere holt und mit dem wir auf dem Schimmel in den Sonnenuntergang reiten können? Tja, da können wir (leider) lange warten… denn inzwischen weiß ich, dass mir diejenigen Menschen am meisten helfen oder geholfen haben, die mir eben gerade nicht „halfen“. Wie ich zu dieser – für mich immer noch erstaunlichen – Erkenntnis gekommen bin, möchte ich Euch in diesem Blogbeitrag erzählen. Weiterlesen „Segensreiche „Hilfe““

Ein schwieriger Anfang

Immer wenn der Frühling und damit mein Geburtstag naht, freue mich einerseits über das Wiedererwachen der Natur, andererseits werde ich aber auch immer von einer gewissen Traurigkeit und Unruhe befallen, die ich mir lange Zeit nicht erklären konnte. Dass der jüngere meiner beiden Brüder vier Tage nach meinem dreißigsten Geburtstag starb, machte es auch nicht einfacher, denn danach hatte ich noch viel weniger Lust, meinen Geburtstag zu feiern. Es hat lange gedauert, bis ich die Ursache für diese Gefühle gefunden habe und mich dazu entschließen konnte, darüber zu schreiben. Der Grund dafür liegt nämlich sehr viel weiter zurück Weiterlesen „Ein schwieriger Anfang“

Der Rhein: Heimat im Fluss

Der Rhein ist für mich mit vielem verbunden: traurige und schöne Erinnerungen reihen sich am Kleinbasler Rheinufer auf, er führt mich an meine geliebte Nordsee, er tröstet mich an meinem Wohnort in Süddeutschland, er steht für eine der längsten Radtouren, die ich je gemacht habe und heute verheißt er mir Aufbruch zu neuen Ufern.

Wenn ich – wie heute – am Ufer sitze, träume ich mich in eine neue (und bessere) Zukunft. Der Wind bläst alle alten und belastenden Gedanken fort. Die Möwen künden von einem leichteren Leben. Und wenn ein Schiff vorbeifährt, gebe ich ihm meine Wünsche zur Erfüllung mit. Ahoi und gute Reise!

#Worte_die_verzaubern