Schottergarten

Vom Stein im Garten (siehe den vorherigen Beitrag „Stein“) ist der Weg zum Schottergarten nicht mehr weit, oder?! Für mich klingt das Wort „Schottergarten“ wie ein Oxymoron (mehr dazu in den Beiträgen „Pleonasmus“ und „Letzte Kuriositäten“), also ein Wort, das aus zwei sich widersprechenden Begriffen besteht (wie zum Beispiel „Hassliebe“) – denn mal ganz ehrlich, was hat Schotter mit einem Garten zu tun? Beim Wort „Schotter“ denke ich an Bahngleise, die immer gut geschottert sein müssen – beim Wort „Garten“ allerdings an eine Grünanlage mit bunten Blumen, Bäumen und (blühenden) Sträuchern.

Die aktuell geltenden Landesbauverordnungen in ganz Deutschland verbieten solche Gärten zwar, denn sie legen fest, dass nicht überbaute Flächen erstens wasseraufnahmefähig zu belassen oder herzustellen und zweitens zu begrünen oder zu bepflanzen sind – was Schottergärten eben ausschließt. (www.nabu.de, zuletzt abgerufen am 14. Juli 2026)

Trotzdem haben einige Bundesländer, darunter Baden-Württemberg, solche Schottergärten explizit verboten, hier die ausführliche Defintion des Begriffes für das Land Baden-Württemberg:

Ein Schottergarten ist eine großflächig mit Steinen bedeckte Gartenfläche, in welcher Steine das hauptsächliche Gestaltungsmittel sind. Pflanzen kommen nicht oder nur in geringer Zahl vor, wenn, dann oft durch strengen Formschnitt künstlich gestaltet. Als Steinmaterial kommen häufig gebrochene Steine mit scharfen Kanten und ohne Rundungen zum Einsatz (Schotter), es können aber auch Geröll, Kies oder Splitt verwendet werden. Die darunterliegende Humusschicht wird abgetragen, der verbleibende Grund wird entweder mit einem undurchlässigen Vlies oder einer wasserdurchlässigen Folie abgedeckt und die Fläche wird anstatt mit Blumen und Bäumen mit Kleinsteinen aufgefüllt. Hiervon abzugrenzen sind Stein- und Kiesgärten, bei denen die an den natürlichen Sonderstandort angepasste Vegetation im Vordergrund steht.“ (www.landtag-bw.de/pdf, zuletzt abgerufen am 14. Juli 2026)

In Anbetracht der herrschenden Hitze frage ich mich schon, was Menschen dazu veranlasst, so etwas anzulegen – in unserem sehr naturbelassenen Garten wird es auch ohne Schotter ganz schön heiß!

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3 Gedanken zu „Schottergarten“

      1. Wo ich herkomme, da hatten wir einen alten Mann – ich war damals 15 Jahre alt – der nannte sich „Schotterkönig“ und er schenkte uns an Fastnacht eine Zigarre und fragte uns, wieviel Mädels wir denn an Fastnacht denn schon umgelegt hätten. Natürlich logen wir, denn wir hatten damals ja noch zwei gesunde Hände und ich war Jungfrau bis Siebzehn. Aber der Alte war wohl eher ein Spinner, obwohl er die abgetragene Kleidung von geizigen Millionären trug ..

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