Seit auf dem Euroairports Basel-Mulhouse-Freiburg, in dessen Nähe wir wohnen, die Hauptpiste saniert wird und deshalb auschließlich die kurze West-Ost-Piste angeflogen wird, kommen wir in unserem Garten zu einem ganz neuen „Hörerlebnis“, wenn die Flugzeuge im Tiefflug über unser Haus donnern… da der Flugbetrieb drastisch gekürzt wurde, hält sich der Lärm einigermaßen in Grenzen. Viel „gfürchiger“ finde ich es, den (großen) Fliegern dabei zusehen zu müssen, wie sie so tief über die benachbarten Hausdächer hinweg bewegen, dass ich immer Angst habe, sie würden gleich ein paar Ziegel mitnehmen…!
Obwohl ich schon rund zwanzig Jahre nicht mehr geflogen bin, verbindet mich doch (noch) eine gewisse Faszination damit (ich war einmal mit einem Piloten zusammen…) und deshalb verfolge ich das Geschehen am Himmel zur Zeit aufmerksamer als sonst. Mein Mann hat schon gewitzelt, dass ich den Ersatz-Flugplan auswendig kann… das stimmt so nicht ganz, aber die einzelnen Fluggesellschaften kann ich bereits auseinander halten (es sind – wenn ich das richtig im Kopf habe – auch nur drei im Passagierbereich) und die Flugzeugtypen kenne ich inzwischen auch schon, das ist auch nicht weiter schwierig, da es sich hier auch auf ein paar wenige Typen beschränkt und auf dem einen steht in großen Buchstaben „neo“ drauf (ist ja einfach zu lesen bei diesen „Tieffliegern“), das ist dann ein Airbus A320neo… die Airbusse, die da über uns hinweg donnern, haben außerdem alle diese sogenannten Winglets an die Flügelenden. Da ich mir nicht ganz sicher bin, ob das der korrekte Name ist beziehungsweise wie das korrrekterweise geschrieben wird, schaue ich im Internet nach und lerne noch folgende Begriffe kennen:
Die sogenannten Winglets (winglet bedeutet Flügelchen), zu deutsch Flügelohren (und bei Airbus Sharklets genannt, was eines der neuen Wörter ist) sind meistens nach oben verlängerte Außenflügel an den Enden der Tragflächen von Flugzeugen. Sie sorgen neben anderen guten Eigenschaften für eine bessere Seitenstabilität. Winglets müssen für jeden Flugzeugtyp unter Berücksichtigung der Tragflügelfläche und der voraussichtlichen Fluggeschwindigkeiten angepasst werden. Überrascht hat mich folgende Angabe: Die bislang größten Winglets finden sich mit 3,45 Metern Höhe bei der Boeing 767-300ER. (Quelle: wiki/Winglet, zuletzt abgerufen am 19. April 2026)
Den anderen Begriff, den ich in diesem Zusammenhang noch kennenlerne, ist derjenige der „Slimline-Sitze“, mit denen der A320neo ausgestattet ist, damit die maximale Anzahl von 186 Sitze ins Flugzeug passen. Ich stelle mir das nicht sehr bequem vor, auch wenn verschiedene Quellen im Internet hartnäckig etwas von mehr Beinfreiheit schreiben. Da ich nicht mehr vorhabe, in eine dieser „Kisten“ zu steigen, kann mir das eigentlich egal sein. Fakt ist aber, dass ich nun immer an Ölsardinen in der Dose denken muss, wenn ein A320neo, der ja auch noch extra groß angeschrieben und damit unverkennbar ist, im Tiefflug über uns hinweg dröhnt…
P.S. Übrigens lerne ich auch die Geographie Europas genauer kennen… denn der Flugplan gibt selbstverständlich genau Auskunft darüber, welches Flugzeug (welcher Flugzeugtyp) von welcher Fluggesellschaft mit welcher Flugnummer von welcher Destination kommt. So erfahren wir, dass Mahon auf Menorca und Olbia auf Sardinien liegt und es bi szu vier (!) Flugverbindungen pro Tag nach Pristina gibt, von dem ich nicht wusste, dass es die Hauptstadt des Kosovo ist. Auch wenn das alles sehr interessant ist, bin ich dann aber doch froh, wenn dieser ganze Spuk wieder vorbei ist – das wird voraussichtlich am 20. Mai 2026 der Fall sein, wenn die Hauptpiste fertig saniert ist. Auch wenn wir dann immer noch die Geräusche allerdings der startenden (und nicht der landenden) Flugzeuge deutlich hören werden, so ist das zwar teilweise ein recht lautes, aber doch eher fernes Rauschen. Und ich brauche mir wenigstens – außer bei einer Westwind-Wetterlage, bei der auch die West-Ost-Piste angeflogen wird – keine Sorgen mehr über die Tiefflieger zu machen.
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Ein Gedanke zu „Winglet“