Markgraf

Seitdem ich von der Schweiz ins grenznahe (deutsche) Markgräflerland umgezogen bin, habe ich immer gedacht, dass es nur dieses eine Markgräflerland gibt – beziehungsweise dass der Name dieser Gegend nur von „dem einen“ Markgrafen stammt. Inzwischen habe ich aber dazugelernt (mein Mann hat das – obwohl im Markgräflerland aufgewachsen – übrigens auch nicht gewusst!), denn es gibt nicht nur einen Markgrafen, wie Wikipedia (wiki/Markgraf, zuletzt abgerufen am 30. März 2026) schreibt:

Markgraf (lateinisch marchio oder marchisus) bezeichnete vom 8. bis zum Ende des 11. Jahrhunderts vorrangig eine nicht näher definierte Führungsrolle eines Adligen im Grenzraum, der Mark, des Reiches. Danach löste sich der Titel von seinem ursprünglichen Bezug zur Grenze und wies den Träger als Inhaber eines bestimmten Ranges innerhalb der Gruppe der Reichsfürsten aus. Der Titel des Markgrafen bezeichnete kein bestimmtes Amt.

Und weiter: „Im Heiligen Römischen Reich waren die Markgrafen dem Reichsfürstenstand angehörig und somit den Herzögen faktisch gleichgestellt. Die Anrede der Markgrafen war (Königliche) Hoheit.

Doch – zum Glück – ist wenigstens die Bezeichnung beziehungsweise das Markgräflerland einzigartig, denn es ist wirklich ein besonderes Fleckchen Erde! Kurz gefasst ist das Markgräflerland eine Region in Baden-Württemberg im äußersten Südwesten Deutschlands. Es grenzt im Westen an Frankreich und im Süden an die Schweiz. Im heutigen Sprachgebrauch wird mit dem Begriff  vor allem das Oberrheingebiet mit den Weinbergen südlich von Freiburg im Breisgau bis Basel bezeichnet. (wiki/Markgräflerland, zuletzt abgerufen am 30. März 2026).

Schon in den Beiträgen „Terroir“, „Palmen“ und „Nid schlächt“ habe ich über diese von der Sonne verwöhnte Gegend geschrieben.

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