Wortschatz

Dass ich einen Beitrag mit dem Titel „Wortschatz“ schreibe, hat mit einem wundervollen Bilderbuch zu tun, das den Titel „Der Wortschatz“ trägt und das ich neulich gekauft und gelesen habe. Bisher war der Begriff „Wortschatz“ für mich eher verbunden mit dem (lästigen) Pauken von Vokabeln für Fremdsprachen, aber dass ich natürlich in meiner Muttersprache ebenfalls über einen – nicht unbeträchtlichen! – Wortschatz verfüge, darüber habe ich irgendwie noch nie nachgedacht, bis ich das oben erwähnte Bilderbuch in der Hand hielt.

Wer mehr über den Begriff „Wortschatz“, die Anzahl der deutschen Wörter, wie viele dieser Wörter ein Muttersprachler kennt und noch einiges mehr wissen möchte, wird bei Wikipedia fündig: wiki/Wortschatz, zuletzt abgerufen am 16. Feb. 2026.

Der Begriff „Wortschatz“ wird seit dem 17. Jahrhundert verwendet, „weiß“ mein neues Herkunftswörterbuch von Duden, das ich mir neulich bestellt habe (bisher habe ich eine geerbte Ausgabe von 1967 verwendet, aber die war so schlecht lesbar, dass ich mir nun die aktuelle Auflage gegönnt habe).

Aber jetzt noch ein paar Zeilen zum Bilderbuch: Es heißt „Der Wortschatz“ und ist im Verlag NordSüd erschienen. Die Autoren Rebecca Gugger und Simon Röthlisberger leben in der Schweiz und schwingen ab und zu gemeinsam Stift und Feder (so steht es im Autorenporträt). Es geht um einen Jungen, der eine Schatztruhe findet und sich vor dem Öffnen vorstellt, was denn darin alles schönes und tolles sein könnte. Als er die Kiste öffnet, entdeckt er aber bloss Wörter… doch dann stellt er fest, dass er mit diesen Wörtern die Welt verändern kann! Plötzlich ist ein Igel quietschgelb, die Eiche bekommt lange Haare und aus einem Vogelhäuschen wird ein Palast. Doch irgendwann ist die Schatztruhe leer und er sucht nach neuen Wörtern. Die liebe Louise geht mit ihm zusammen auf Wörtersuche und schon bald erfinden die beiden lauter schöne neue Wörter, wie zum Beispiel pflaumensommersüß, vogelfrech oder birnensaftig. Von da an beginnt der Junge, seine eigenen Wörter herzustellen. Dieses Buch ist wirklich ein Schatz – eben ein „pflaumensommersüßes“ Buch!

P.S. Heute Montag, 16. Februar 2026, wäre übrigens mein Schatz von Großmutter mütterlicherseits 115 Jahre alt geworden – ich schreibe über diese besondere Frau unter anderem in den Beiträgen „Bilderbücher“, „Eine besondere Frau“ und „Erzengel Michael“. Von ihr habe ich übrigens auch die wunderschöne Handtasche geerbt, die auf dem Beitragsbild zu sehen ist. Diese Handtasche hat wiederum meine Mutter, also die Tochter meiner Großmutter, ihr von New York mitgebracht – und ich hüte sie immer noch wie einen ganz besonderen Schatz.

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4 Gedanken zu „Wortschatz“

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