(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Redewendungen“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Was macht der Storch im Salat?“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)
Und weiter geht es mit dem Aufräumen im Ordner „Serie Redewendungen“ (siehe dazu auch „Kopf und Kragen“)! In diesem Beitrag geht es rund – das ist übrigens keine Redewendung, sondern „rundgehen“ ist ein „normales“ Wort – denn wir schauen nach dem Mond.
Neulich hat mein Mann gesagt, dass eine unserer (alten) Uhren nach dem Mond gehe – wie bitte? Doch, diese Redewendung gibt es tatsächlich: „nach dem Mond gehen“ heißt umgangssprachlich „(von Uhren) ungenau gehen, die falsche Zeit anzeigen“ – dies im Gegensatz zur (genaueren) Sonnenuhr, weiß mein Mann.
Ich kenne im Zusammenhang mit „Mond“ nur die Redewendung „hinter dem Mond sein“, was für mich soviel bedeutet wie „nicht Bescheid wissen“ oder „nicht zeitgemäß, weltfremd sein“.
Der Duden Redewendungen führt aber unter dem Begriff „Mond“ rund zehn Redewendungen, eine dazu zum Begriff „Mondschein“.
Was mir zum Thema „Mond“ noch in den Sinn kommt, ist der (lustige) Kinderreim „Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Mondgesicht“. Laut Internet ist das ein ganzes Kinderlied, mit dem sich dann verschiedene Dinge zeichnen lassen: in der ersten Strophe eben ein einfaches Gesicht, in der zweiten eine Katze, in der dritten ein Häschen und so weiter… Die weitere Recherche zeigt, dass es verschiedene Versionen gibt, aber mir gefällt die mit der Katze (natürlich!) am besten.
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Ein Gedanke zu „Hinter oder vor dem Mond?“