(Dieser Beitrag ist der siebte in der Serie „Fotoprojekt 2025/Würfelspiel“. Zu allen Beiträgen und anderen Serien geht es auf der Übersichtsseite. In dieser Serie erscheint ausnahmsweise bei den Beiträgen kein Beitragsbild, sondern das dazu gehörige Foto wird in den Text integriert.)
Schon wieder Monatsanfang! Wenn ich keine Benachrichtigung zum neuen Beitrag des „Fotoprojekts Würfelspiel von royusch“ bekommen hätte, ich hätte es glatt vergessen. Ich greife deshalb gleich nach meinen Würfeln – diesen Monat wird mit drei Würfeln gewürfelt – und lasse sie über die Arbeitsplatte rollen. Es ergibt sich folgendes Bild: 3 + 3 + 6 = 12, also ist ein Wort mit dem Anfangsbuchstaben „L“ gefragt (der zwölfte Buchstabe im Alphabet). Sehr gut! Da kann ich doch endlich einfach das Wort „Leuchtturm“ nehmen, nachdem ich mir ja bereits vorgenommen habe, in diesem Fotoprojekt nur über Leuchttürme zu schreiben, was bisher allerdings nicht so ganz geklappt hat (das „C“ hat mir Anfang Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht, siehe dazu „Campen“ und „Camping“).
Da ich in meiner Fotosammlung ein tolles Foto des „Königs der Leuchttürme“, nämlich des Leuchtturms „Roter Sand“ habe, dies aber bisher nicht verwenden konnte, weil der Name aus zwei Wörter besteht und es laut den Spielregeln ja jeweils nur ein Wort und ein Bild sein sollen, so freue ich mich jetzt umso mehr, dass ich es hier endlich verwenden kann!

Das Foto entstand am 8. September 2004 auf einer sechsstündigen Schifffahrt zu diesem berühmten Leuchtturm. Auf demselben Schiffsausflug entstand auch das Foto zum Beitrag „Glasen“. Wir waren damals mit den Fahrrädern an der Nordsee unterwegs und sind in drei Wochen von A (wie Amsterdam) nach B (wie Bremen) gefahren (die Fotos zu den Beiträgen „Campen“, „Kaiserschleuse“ und „Geestemündung“ sind ebenfalls auf dieser Radtour entstanden).
Der „Rote Sand“ ist ein Leuchtturm in der Weser-Fahrrinne mitten in der deutschen Nordsee. Er wurde 1964 vom Leuchtturm „Alte Weser“ abgelöst, der aber überhaupt nichts mit „alt“ zu tun hat, sondern ein moderner Bau ist. Mit seiner auffälligen rot-weißen Bemalung und den drei charakteristischen Erkertürmchen ist der „Rote Sand“ unverkennbar und ein Wahrzeichen der deutschen Bucht. In den 80er-Jahren wurde der Leuchtturm außer Dienst in einer aufwändigen Aktion saniert und für weitere Jahrzehnte gerettet: erst stülpte ein Kran dem Turm eine Metallmanschette über, die im Wasser versenkt und mit Beton aufgefüllt wurde, danach wurde die verrostete Außenhülle aufgefrischt. Es gab danach verschiedene Möglichkeiten, den Turm zu besuchen und zu besichtigen, teilweise waren sogar Übernachtungen möglich. Auch wenn sich das heute alles sehr romantisch anhört, so war der Alltag der Leuchtturmwärter wahrscheinlich alles andere als das. Inzwischen ist der Turm so marode, dass er nicht mehr saniert werden kann – drei Gemeinden an der Nordseeküste streiten sich nun darum, wer den Turm bekommt und bei sich aufbauen darf. Auch das hat wohl weniger mit Romantik als vielmehr mit den zu erwartenden Einkünften zu tun…
Der „„Rote Sand“ war übrigens der erste Leuchtturm der Welt, der mitten im Meer auf einer Sandbank erbaut wurde. Wie schön, dass wir ihn noch in seiner vollen Pracht mitten in den Wellen der Nordsee erleben durften!
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Aber mitten im Wasser ist der Turm ja auch nur mit Boot zu erreichen und dann, wenn es am notwendigsten ist, dass er beleuchtet ist, ist das Wasser wild und eine Bootsfahrt gefährlich (von der Übelkeit bei der Schauklerei ganz zu schweigen) …. Ein Grund mehr, warum ich nicht als „Seebär“ tauge 😉
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Auch ohne Sturm, aber bei starker Dünung (Wellengang) haben auf unserem Schiffsausflug viele de Passagiere die Fische gefüttert… wir zum Glück nicht.
Die Leuchtturmwärter mussten bei Sturm und Schlechtwetter einfach ausharren, bis das nächste Versorgungsschiff und die Ablösung kam. So einfach war das damals!
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Ja, ich habe es vermutet. Da bekommt das Wort work-life-balance gleich eine noch eine andere Bedeutung 😉
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In der Regel waren die Leuchtturmwärter 8 Wochen auf dem Roten Sand. Wenn die Ablösung nicht rechtzeitig kam, wurde einfach mehr daraus… stelle ich mir nicht so prickelnd vor!
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Vielen lieben Dank Nicoletta Samira, dass du mit deinem Wort „Leuchtturm“ und diesem fantastischen Bild des Leuchtturms „Rote Sand“, wieder bei meinem Fotoprojekt „Würfelspiel 2.0“ dabei bist.
Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir früher in der Schule die markanten Leuchttürme auswendig lernen mussten und der Rote Sand war ganz oben auf der Liste.
Dir noch einen schönen Nachmittag und liebe Grüße,
Roland
p.s. schau mal, irgend etwas scheint nicht mit dem Link (….Lieblingsthema: Leuchtturm. Viel Freude beim Lesen…) zu stimmen. Ich konnte nicht diese Seite öffnen. Aber über den Reader habe ich es dann geschafft.
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Also das hätte ich bestimmt spannend gefunden! Leuchttürme auswendig lernen gab es bei uns nicht, die Schweiz ist ja ein Binnenland, das ist nix mit Leuchttürmen. Dafür musste ich mal alle großen Flüsse und die markantesten Berge von Afrika auswendig lernen… also da wären mir Leuchttürme lieber gewesen und das hätte ich bestimmt auch viel schneller gekonnt!
Den Link habe ich nochmal gepostet, ich hoffe, es funktioniert jetzt.
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In Erdkunde war ich damals sehr gut. Da gab es Berge, Flüsse und Hauptstädte, weltweit, die auswendig gelernt werden mussten und entsprechende Karten (damals noch auf Butterbrotpapier) erstellt. Hat immer sehr viel Spaß gemacht.
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Bei uns hieß das Fach „Geografie“ und war sogar eines meiner Lieblingsfächer. Ich habe sogar mit einem Geografie-Studium geliebäugelt, aber dann ist es doch was anderes geworden. Das Interesse an (fernen) Ländern und Landschaften und die Freude am Reisen ist aber geblieben 🙂
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Da bist du aber eine Zeitreise eingegangen 🙂 2204 beim Leuchtturm ..hoffentlich steht das schöne Bauwerk dann noch 😀
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Vielen lieben Dank für den Hinweis – DU bist eine aufmerksame Leserin! Ich habe es jetzt korrigiert im Text (2004 statt 2204). Ich bin halt meiner Zeit voraus 😉 – aber so alt möchte ich dann glaub doch nicht werden…!
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