(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Berührende Bücher“. Hier geht es zum erklärenden Beitrag „Noch mehr berührende Bücher“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)
Ohne mir das wirklich bewusst ausgedacht zu haben, nehme ich im Titel „Die Krimi-Königin“ gleich zwei Themen auf, über die ich schon geschrieben habe, nämlich die „Alliteration“ (Wiederholung der Anfangsbuchstaben „K“) und die „Antonomasie“ (ich habe den Namen der Autorin, über die ich schreiben möchte, durch eine Bezeichnung ersetzt, die auf ein besonderes Kennzeichen der Person zurückgeht). Die „Alliteration“ und die „Antonomasie“ sind übrigens wiederum eine „Alliteration“…. Aber bevor ich mich jetzt hier in meinen Wortspielereien verliere, möchte ich nun verraten, wen ich mit der Krimi-Königin meine – oder habt ihr das schon herausgefunden? Es geht in diesem Beitrag natürlich um die berühmte Krimi-Autorin Agatha Christie. Susanne Lieder hat eine Romanbiografie über die Krimi-Königin geschrieben: Agatha Christie – In der Liebe sucht sie nach Hoffnung, mit ihren Krimis erobert sie die Welt. (Übrigens hat Susanne Lieder auch schon über Astrid Lindgren geschrieben, mehr dazu im Beitrag „Bewegende Lebensgeschichten“.)
Über den meistverkauften Krimi „Und dann gabs keines mehr“ von Agatha Christie habe ich bereits im Beitrag „Die Insel“ geschrieben habe (ich erwähne dort auch die Romanbiografie von Susanne Lieder).
Besonders interessant fand ich, wie Susanne Lieder den Schreibprozess von Agatha Christie erläutert – wie die Figuren und Geschichten von Agatha Christie entstanden. Anscheinend „kamen“ ihre Figuren einfach zu ihr. Dann suchte sie nach passenden Namen und ließ die Figuren an die lange Leine (sie nennt das wirklich so), damit sich dann die Handlung entwickeln konnte. Es war nicht so, dass ihr das Schreiben immer besonders leichtgefallen wäre, oft war es ein Ringen mit den Charakteren und die Bücher durften weder zu kurz noch zu lang werden.
Wirklich überraschend ist auch, dass Agatha eigentlich Pianistin werden will, dafür aber überhaupt kein Talent hat. Der erste Roman, den sie schreibt, ist eine Liebesgeschichte, für die sie aber keinen Verleger findet. Erst als sie im Krieg in einer Apotheke zu arbeiten beginnt und dabei mit Giften zu tun hat, kommt ihr die Idee zu einer Kriminalgeschichte mit Giftmord. Der Rest ist – eine wahre und interessante Lebensgeschichte!
P.S. Als Beitragsbild habe ich die Räder einer Schnellzugsdampflok gewählt: Agatha Christie ist sehr gern gereist und war tatsächlich sogar allein mit dem Orient-Express unterwegs, der vielleicht von einer solchen Lok gezogen wurde.
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