Doo Wop

(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Sprache“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Sprache“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)

Seit wir uns für Schallplatten begeistern (mehr dazu in der Serie „Vinyl-Freude“), hören wir allgemein (viel) mehr Musik. Besonders angetan hat es uns dabei das Webradio www.1000oldies.de. Da läuft Musik aus den 60er-Jahren bis Musik aus den 90er-Jahren. Oft kenne ich zwar den Song, der gerade gespielt wird, habe aber keine Ahnung, welche Band oder welche Interpretin hier gerade singt und spielt. Und so schaue ich immer mal wieder im Internet nach – und lerne dabei gefühlt fast täglich ein neues Wort aus dem Bereich „Musik“! Dieses Mal waren es die Begriffe „Doo Wop“ und „Melisma“… (bei den Wörtern aus dem Bereich „Musik“ – wie zum Beispiel bei diesem Beitrag oder beim Beitrag „Subgenres“) – frage ich mich immer, ob sie nicht besser zur Serie „Vinyl-Freude“ gehören würden, aber da ich ja in „Vinyl-Freude“ eigentlich über Schallplatten schreiben möchte, nehme ich Beiträge, die sich mehr mit einem Wort oder einer Wortbedeutung beschäftigen, zur Serie „Sprache“.

Und das kam so: Ich saß auf dem Sofa und (via Streamer) läuft 1000oldies.de. Den Song kenne ich doch, denke ich, aber wie heißt der denn und vor allem wer singt den denn? Ich schaue also auf die Playlist des Senders und lese: „A Teenager In Love“ von der Gruppe „Dion And The Belmonts“. Als ich im Internet nach der Band suche, stoße ich dann im Text über die Band auf den Begriff „Doo Wop“ – das ist ein Musikstil, der auf mehrstimmigen Gesangsarrangements basiert und der durch den häufigen Gebrauch von Nonsens-Silben und Melismen geprägt wird (Quelle: wiki/Doo_Wop, zuletzt abgerufen am 23. Juni 2025).

Und schon bin ich beim nächsten, mir völlig unbekannten Begriff gelandet: „Melismen“ oder „Melisma“ (in der Einzahl)… Das Melisma bezeichnet – vereinfacht formuliert – in einem Lied eine Tonfolge, auf der nur eine Silbe gesungen wird. Oder umgekehrt: Beim Melisma kommen mehrere Noten auf einen Vokal. Beim Kirchenlied „Gloria in excelsis Deo“ finden sich gleich mehrere Melismen, das prägnanteste wahrscheinlich zu Beginn des Refrains, beim allein das „Glo“ auf sechzehn (!) verschiedene Noten „verteilt“ wird (ich hoffe, ich habe richtig gezählt…). (Quelle: wiki/Melisma, zuletzt abgerufen am 23. Juni 2025).

Im Wikipedia-Artikel über „Doo Wop“ habe ich dann noch weitere Begriffe gefunden, die ich interessant finde (ähnliche Begriffe finden sich auch im Beitrag „Jukebox“) und zwar den Begriff „Barbershop-Gesang“ (er gehört neben Gospel, Jazz und Blues zu den Wurzeln des „Doo Wop“) und den Begriff „Street Corner Music“, welcher als Synonym für „Doo Wop“ verwendet werden kann (die Gruppen sangen oft an Straßenecken, daher die Bezeichnung). Noch heute werden viele Doo-Wop-Nummern unter Rock’n’Roll subsumiert, was zeigt, dass der „Doo Wop“ ein Subgenre des Rock’n’Roll ist (siehe dazu auch den Beitrag „Subgenres“).

Zum Begriff „Barbershop-Gesang“ noch dies (allein aus diesem Artikel würden sich noch weitere musikalische Begriffe ergeben, welche ich aber nicht näher erläutern werde): Barbershop-Gesang ist überwiegend A-cappella-Musik mit einem vierstimmigen Akkord auf jeder Melodienote. Die Melodie wird von der Führungsstimme („lead“) gesungen; diese liegt unter dem Tenor. Der Bass singt die tiefsten Begleittöne, während der Bariton die Akkorde vervollständigt. Zugunsten der Stimmführung und in harmonischen Ausschmückungen kann die Melodie gelegentlich für wenige Noten von den anderen Stimmen übernommen werden. Kurze Passagen dürfen mit weniger als vier Stimmen gesungen werden. Barbershop wird traditionell in Quartetten und Chören gesungen. Typisch für die Barbershop-Musik sind Melodien, deren zugrundeliegende Harmonien sich gemäß dem Quintenzirkel auflösen. Barbershop gilt als einer der originär amerikanischen Musikstile. (Quelle: wiki/Barbershop, zuletzt abgerufen am 23. Juni 2025)

Wow! Was ein Song mit der Länge von nur 2 Minuten und 38 Sekunden alles an neuen Wörtern und interessanten Informationen bereithält!

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2 Gedanken zu „Doo Wop“

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