(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Sprache“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Sprache“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)
Ich stelle mir mal wieder die „oder-Frage“: vor ein paar Tagen habe ich nämlich beschlossen, meine unfertigen Bilder, die im Atelier herumstehen, endlich zu vollenden. Für eines davon brauche ich eine Tube Uhu – das ist übrigens ein Deonym, siehe dazu den Beitrag „Deonyme“ – und ich frage mich, ob das Kleber oder Leim ist? Diese – wie ich sie nenne – „oder-Frage“ habe ich mir übrigens bereits in diesen Beiträgen schon gestellt: Rund ums Wasser geht es bei „Sund oder Belt?“ und „Kleid oder Anzug?“. Um sprachliche Feinheiten geht es in „Farbig oder bunt?“, „Gleich oder nicht gleich“ und „Stacheln oder Dornen?“. Kuschelig wird es mit „Bettwärme“ und „Gute Nacht“. (Küchen-)Maschinen beschäftigen mich in „Schnell oder flott?“ und „Reifen oder Raupen?“.
Aber zurück zur Frage Leim oder Kleber? Die Antwort ist einfach: im Alltag werden die beiden Begriffe oft synonym verwendet. Korrekt ist aber folgendes: ein Klebstoff auf Wasserbasis (natürlichen Ursprungs) ist ein Leim, Kleber hingegen ist ein Klebstoff auf der Basis eines Lösungsmittels und wird oft synthetisch hergestellt. So ist das also. Wenn ich den Text über „Uhu“ bei Wikipedia richtig verstanden habe, handelt es sich dabei also um einen Kleber, siehe dazu wiki/UHU, zuletzt abgerufen am 13. Juni 2025.
Während ich noch über „Leim oder Kleber?“ nachdenke, kommt mir noch eine weitere „oder-Frage“ in den Sinn: Salbe oder Creme? Ich meine mich nämlich daran zu erinnern, dass es da auch um das Thema Wasserbasis geht. Und richtig: während einen Salbe wasserfrei und fettbasierend ist, besteht eine Creme aus Wasser und manchmal auch noch aus Öl. So habe ich es mir zumindest auf meinem Notizzettel notiert… aber auch hier ist natürlich so, dass die Begriffe oft synonym verwendet werden, denn wer kennt schon diese (feinen) Unterschiede und wo spielen sie überhaupt eine Rolle? Ich weiß jedenfalls nicht, ob ich mir das alles merken kann – was ich allerdings sehr wohl (be-)merke, ist, dass meine Finger bei über dreissig Grad klebrig werden und das Tippen deshalb sehr unangenehm wird… da hilft auch keine Salbe oder Creme dagegen…!
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4 Gedanken zu „Eine klebrige Angelegenheit“