Der King of Rock´n´Roll

(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Vinyl-Freude“. Hier geht es zum erklärenden Beitrag „Vinyl-Freude“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)

Wer den Beitrag „Antononmasie“ gelesen hat, weiß natürlich, wen ich mit „Der King of Rock´n´Roll“ meine… Seit wir in Bad Nauheim waren, ist Elvis Presley – eben dieser „King of Rock´n´Roll“ bei uns allgegenwärtig. Im Auto läuft Musik von ihm, an der Türe unseres Büros hängt ein Poster von ihm, im Regal neben der Stereoanlage ist eine Elvis-Ecke eingerichtet und das berühmte Cover mit der Burgpforte steht auf einer kleinen Staffelei im Plattenregal – und natürlich legen wir abends regelmäßig Platten von ihm auf. Inzwischen sind es so zwischen fünfzig und sechzig Schallplatten, die bei uns von Elvis im Regal stehen, die meisten davon haben wir in Bad Nauheim im Plattenladen in der Villa Hansa gekauft (mehr zu diesem Laden im Beitrag „Treffpunkte“). Darunter sind verschiedene Alben, aber auch viele Sampler mit verschiedenen Zusammenstellungen von Songs von Elvis, zum Beispiel haben wir eine Schachtel mit sieben Platten, die mit „100 Super Rocks“ betitelt ist. In dieser Schachtel befand sich auch das (riesige) Poster, das nun an der Türe unseres Büros hängt.

Früher habe ich keine Musik von Elvis gehört. Warum ich dann doch auf den Geschmack gekommen bin, beschreibe ich ausführlich im Beitrag „Vinyl-Freude“.

Was uns an diesem amerikanischen Ausnahmetalent immer wieder fasziniert, ist die schier unglaubliche Bandbreite seiner Stimme – von samtig zartschmelzend wie in „Love me tender“ bis rockig rauchig wie in „Jailhouse Rock“ (übrigens der Titelsong des gleichnamigen Films mit Elvis in der Hauptrolle) ist alles dabei. Seine Songs begeistern uns immer wieder von neuem, ganz egal, wie oft wir sie schon angehört haben.

Da es mir bei unseren Schallplatten in erster Linie um die Musik geht und nicht um die Geschichte der dahinterstehenden Interpreten, suche ich nur selten nach Informationen über diese. Doch bei Elvis „nahm es mich dann schon ein bisschen wunder“ und ich war mehr als überrascht, aus welch einfachen Verhältnissen er stammt (wobei es ja viele Musikerinnen und Musiker gibt, die aus einfachen Verhältnissen stammen) und vor allem welch tragisches Schicksal er schon bei seiner Geburt erleiden musste: sein Zwillingsbruder kam nämlich tot zur Welt. Seine Vorfahren kommen vorwiegend aus Westeuropa. väterlicherseits stammt er von deutschen und schottischen Einwanderern ab, seine Mutter hatte schottisch-irische und französische Ahnen. Eine Ururgroßmutter war Cherokee. Die in ärmlichen Verhältnissen lebende Familie hatte kein Geld für ein Radio oder für Freizeitaktivitäten, so wurden oft im Familienkreis Gospels gesungen und Elvis hat da schon als Kleinkind mit eingestimmt. Später wohnte die Familie in Tupelo, dem Geburtsort von Elvis, trotz damals noch strenger Rassentrennung in einem afroamerikanischen Viertel in und Elvis begann regelmäßig afroamerikanische Gottesdienste zu besuchen, um dort singen zu können. Er entdeckte dort auch seine Liebe zum Blues. Nach seinem Schulabschluss nahm er bei Sun Records seine erste Platte auf, die anlässlich seines 80. Geburtstags am 8. Januar 2015 für dreihunderttausend Dollar versteigert wurde – da war Elvis allerdings schon lange tot… (Quelle: wiki/Elvis_Presley, zuletzt abgerufen am 12. Juni 2025)

Elvis war nicht nur als Musiker erfolgreich, sondern auch als Schauspieler wie zum Beispiel im oben bereits erwähnten Film „Jailhouse Rock“ (allein zu diesem Film könnte man einen ganzen Beitrag schreiben).

Während seines Militärdienstes war er im deutschen Friedberg stationiert und hat während dieser Zeit in Bad Nauheim gelebt, das den Künstler mit verschiedenen Kunstwerken und Themen-Spaziergängen und einem jährlichen Elvis-Festival ehrt. Unsterblich haben ihn nicht nur seine Musik gemacht, sondern auch seine Haar-Tolle (Elvis-Tolle) und sein Hüftschwung, der im Jahr 1956 noch für helle Aufregung sorgte. Es gäbe noch viel über den „King of Rock´n´Roll“ zu berichten, aber ich glaube, ich gehe jetzt lieber Musik hören als hier weiter zu schreiben… (Wer seine ganze Geschichte lesen möchte, findet bei Wikipedia einen ausführlichen Artikel: wiki/Elvis_Presley, zuletzt abgerufen am 12. Juni 2025)

Elvis Presley gilt mit schätzungsweise über einer Milliarde verkaufter Tonträger als der erfolgreichste Solokünstler aller Zeiten. Ob ihn sein Erfolg glücklich gemacht hat? Ich weiß es nicht. Sicher ist aber, dass er noch heute (viele) Menschen mit seiner Musik glücklich macht.

P.S. Über den „King of Pop“ schreibe ich dann in einem anderen Beitrag („Der King of Pop“ ist am 25. November veröffentlicht worden).

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2 Gedanken zu „Der King of Rock´n´Roll“

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