Schwarz

(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Vinyl-Freude“. Hier geht es zum erklärenden Beitrag „Vinyl-Freude“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)

Nachdem ich mich in diversen anderen Beiträgen schon Farben gewidmet habe – das waren zum Beispiel die Beiträge „Blau“, „Mischfarben“, „Lila“, „Die Rote“ und „Froschgrüner Fehlkauf“ – so möchte ich mich in diesem Beitrag mit der Nicht-Farbe Schwarz beschäftigen.

Dieser Beitrag könnte auch in der Serie „Sprache“ erscheinen, denn es geht hier um ein sogenanntes „coffee table book“, genauer um das Buch (oder eben den Bildband) „Vinyl – Die Magie der schwarzen Scheibe“ (die Informationen im Beitrag „Jukebox“ stammen schon daraus). Den Begriff „coffee table book“ kenne ich aus einem Roman, den ich mal auf englisch gelesen habe und auch wenn ich damals die genaue Übersetzung dazu nicht kannte, konnte ich mir in etwa vorstellen, was damit gemeint war, denn meine Mutter hat unseren Couchtisch auch immer „coffee table“ genannt (obwohl wir nie daran Kaffee tranken), das war ein „Überbleibsel“ aus der Zeit, als meine Eltern Ende der 60er-Jahre in New York gelebt hatten.

„Als Coffee Table Books (frei übersetzt: „Couchtischbücher“) werden Bücher und insbesondere Bildbände bezeichnet, die oftmals großformatig und aufwendig gestaltet sind und auf Beistelltischen oder in Empfangsbereichen ausliegen, „um die Gäste zum gelegentlich darin Blättern anzuregen“.

Es soll zudem als dekoratives Wohnaccessoire dienen, das durch seine oft edle Aufmachung als Blickfang wirkt.

Der Begriff wird vor allem im Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten verwendet.

Die Sujets, die von Coffee Table Books abgedeckt werden, sind vielfältig. Es kann sich um Kunstbände handeln, häufige Inhalte sind zudem Landschaftsfotografien, Mode, Design oder Innenarchitektur.“

(Quelle: wikipedia/Coffee_Table_Book, zuletzt abgerufen am 25. Mai 2025)

Ich nehme den Beitrag aber hier zur „Vinyl-Freude“, da es im Buch „Vinyl – Die Magie der schwarzen Scheibe“ von Mike Evans (vierte aktualisierte Auflage, Edition Olms Zürich, 2015, ISBN 978-3-283-01306-6) um die Entwicklung und die Geschichte der Schallplatte geht.

Die pinke Farbe auf dem Buchdeckel gefällt mir zwar nicht so, aber da sie durch die schwarze Farbe einer Schallplatte mit echten Rillen fast verdeckt wird, ist das Buch schon recht auffällig und lädt durch seine vielen, zum Teil seitenfüllenden Fotos zum Blättern ein, um dann mal hier, mal da am Text hängen zu bleiben.

Es beschreibt auf unterhaltsame Art und Weise die Anfänge der Schallplatte und den Herstellungsprozess, um uns dann auf eine Reise mitzunehmen, die in den 40er-Jahren beginnt, durch die folgenden Jahrzehnte reist und mit den 2000ern abschließt. Zahlreiche Cover sind im Buch abgebildet, die verschiedenen Labels werden beschrieben und es gibt keine Doppelseite, die nicht von irgendeinem Foto bebildert wird. Dadurch entsteht ein äußerst bunter und lebendiger Eindruck und es gibt ständig etwas zu entdecken. Auf Seite 73 – da befinden wir uns in den 50er-Jahren – habe ich zum Beispiel ein Plattencover mit einer imposanten Dampflok darauf entdeckt und konnte kaum glauben, was da dabei stand (ich zitiere wörtlich): „Die zuvor bereits als Mono-Schallplatte veröffentlichten Eisenbahngeräusche kamen 1985 in der Stereoversion auf den Markt, mit Tracks wie „Dampflokomotiven und ein paar Dieselloks“ oder „Diesellokomotiven und ein paar Dampfloks“.“ Es scheint nichts zu geben, was es nicht auf eine Schallplatte schafft!

Auf jeden Fall ein Buch zum Entdecken, um Wissenswertes um Vinyl und seine Stars zu erfahren, in der Zeit zu reisen, sich auch mal zu amüsieren (siehe oben!) und natürlich um sich für weitere Plattenkäufe inspirieren zu lassen.

Das Buch schließt mit der passenden Überschrift „Vinyl – was sonst?“ und den Listen von Schallplattenherstellern weltweit und Plattenläden in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz.

Nachdem das Buch bei uns nun eine Weile im Schallplattenregal gestanden hat, werde ich es nun wieder auf unseren „coffee table“ legen, um einmal mehr darin herum zu stöbern, wie ich das auch schon gemacht habe und worauf ich nun beim Schreiben dieses Beitrags wieder Lust bekommen habe.

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