(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Vinyl-Freude“. Hier geht es zum erklärenden Beitrag „Vinyl-Freude“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)
Wie ich schon an verschiedener Stelle geschrieben habe – zum Beispiel im Beitrag „Blau“ in der Serie Redewendungen und im Beitrag „Mischfarben“ in der Sprach-Serie – mag ich Farben. Bisher bin ich allerdings davon ausgegangen, dass eine Schallplatte einfach schwarz ist (und alle Schallplatten auch gleich schwer sind), doch dann kommt die große Überraschung. Noch ahne ich nichts, als ich das Album „Yeah!!!“ von Aretha Franklin in der Hand halte, doch als ich die Schallplatte aus der Hülle ziehe, werden meine Augen ganz groß… die Schallplatte ist knall-lila! (Sie ist übrigens auf dem Beitragsbild von „Vinyl-Freude“ zu sehen.) Das ist ja mal cool! Ich bin total begeistert und frage mich sogar einen Moment lang, ob ich vielleicht anfangen soll, farbige Schallplatten zu sammeln (warum ich es dann doch nicht tue, schreibe ich im Beitrag „Sammeln“).
Erst als ich die Schallplatte aufgelegt habe, wir sie uns anhören und ich das Cover nochmal in die Hand nehme, sehe ich den großen goldenen Aufkleber mit der Aufschrift „Limited edition 2000 numbered copies on purple coloured vinyl“ – nicht nur eine coole Farbe, sondern auch noch eine limitierte Ausgabe (unsere erste übrigens)!
Doch es kommt dann noch besser: als ich unserem HiFi-Händler schreibe, welcher uns die lila Schallplatte verkauft hat, wie gut uns Aretha Franklin gefällt (und die lila Platte), schreibt er zurück, dass er noch ein weiteres Album von ihr hätte, das er uns zur Seite legen könnte. Aber ja doch! Als wir uns dann auf einer Schallplattenbörse sehen, drückt er mir das Album „Unforgettable – A Tribute to Dinah Washington“ von Aretha Franklin in Hand und sagt, Du musst Dir mal die Platte anschauen… ich ahne schon ein bisschen was, doch bin einmal mehr platt, als ich die Platte in der Hand halte: sie ist nämlich durchsichtig! (Zu sehen auf dem Bild dieses Beitrags.) Auch diese „crystal clear vinyl“ ist eine limitierte Auflage. Und ich freue mich, dass wir nun schon zwei bunte Schallplatten haben! Wobei – ob „crystal clear“ eine Farbe ist…?!
Aber auch wenn nicht, so haben wir inzwischen doch noch weitere solche Besonderheiten in unserer „Sammlung“. Von einer Nachbarin haben wir zum Beispiel eine quietschbunte Schallplatte bekommen, die wir über dem Plattenspieler an die Wand gehängt haben – die Musik darauf ist so gar nicht unser Stil und außerdem ist die Platte dermassen zerkratzt, dass sie kaum noch anzuhören ist. Inzwischen ist auch noch eine goldene dazu gekommen (verjazzte Weihnachtslieder von Diana Krall, darüber werde ich bestimmt mal noch extra schreiben) und eine knallrote, über die ich im nächsten Beitrag schreiben werde. Fast vergessen hätte ich aber noch eine ganz besondere Schallplatte, die wir noch gar nie aufgelegt haben, weil wir uns nicht ganz sicher sind, ob das eine gute Idee ist, da sie nämlich kein Cover (und somit keine Hülle) hat, da das Cover-Bild direkt auf die Schallplatte gedruckt ist: „Back In The USA“ von Chuck Berry.
Aber zurück zu Aretha Franklin: da wir ihre kräftige Stimme und die bewegenden Soul-Rhythmen mögen, haben wir inzwischen in einem Plattenladen noch ein drittes Album von ihr aufgestöbert. „Let Me In Your Life“ enttäuscht uns nicht, nur dass die Platte (leider!) ganz einfach schwarz ist… ein bisschen bunt wäre halt schon ein Hingucker auf dem Plattenteller!
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Farbige und durchsichtige Platten? Das sind ja mal ausgefallene Sammlerstücke, toll!
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Ja, das finde ich auch. In Vinyl-Kreisen sind die Meinungen dazu allerdings sehr unterschiedlich: bisher haben die meisten mit „die sind doch überteuert (im Vergleich zur schwarzen Pressung) und klanglich auch noch schlechter“ reagiert. Ich finde sie trotzdem cool und auch qualitativ, also was die Klangqualität betrifft, völlig in Ordnung.
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