(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Sprache“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Sprache“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)
Es ist schon eine Weile her, seit mein Mann entdeckt hat, woher die Bezeichnung „Bluetooth®“ (das ist übrigens wirklich ein geschützter Markenname!) kommt.
„Blatånd“ (dänisch), ober eben „Blauzahn“ oder „Bluetooth“, war der Beiname von Harald I. Gormsson des Hauses Jelling. Er war von ca. 958/964 bis 986 König von Dänemark und von ca. 970-985/986 König von Norwegen. Er war ein (gefürchteter) Wikingerführer. Über seinen Beinamen existieren verschiedene Interpretationen. Die naheliegendste ist (für mich) folgende: es könnte sein, dass er im vorderen Bereich seines Gebisses einen abgestorbenen Zahn hatte, der sich ja nach dem Absterben schwarz verfärbt. Die altnordische Farbbezeichnung „blár“ bedeutet „dunkelblau“, „schwarz“ und „bleifarben“. Wenn der Zahn also sichtbar schwarz war, könnte das zu seinem heute mit dem Wortteil blau übersetzten Beinamen geführt haben.
Und wie kommt es nun, dass der Name eines Wikingerkönigs für eine moderne Funk-Verbindung steht, deren Name sogar markenrechtlich geschützt ist?
„Der Funkstandard Bluetooth für Computer, Mobiltelefone und deren Peripherie wurde nach Harald Blauzahn benannt und ist eine Hommage an seine Fähigkeiten zur Vereinigung mehrerer Fürstentümer zu einem großen Königreich. Das Logo zeigt die Initialen HB in Form eines Monogramms (Binderune) der Runen Hagalaz und Berkano.“
(Quelle: wiki/Harald_Blauzahn, zuletzt abgerufen am 23. April 2025)
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Ein Gedanke zu „Blauzahn“