Kekse (and more)

(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Sprache“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Sprache“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)

Normalerweise lösche ich ihn gleich, den Newsletter von GMX. Abbestellen kann ich ihn nicht, da ich dort mein Email-Konto habe. Doch als ich den Newsletter vom 11. März 2025 erhalte, habe ich irgendwie grad Zeit und scrolle deshalb durch. Zuerst kommen natürlich die üblichen Themen: meist geht es darum, mir etwas zu verkaufen („Wir haben einen besserenTarif für Sie!“) oder mich von der GMX Cloud zu überzeugen (meine liebste Cloud ist aber immer noch gar keine!) – doch dann wird es plötzlich interessant: Im Artikel geht es nämlich darum, woher das Wort „Keks“ kommt und was es mit dem Leibniz-Keks auf sich hat! Und das war so: der deutsche Unternehmer Bahlsen hat das Rezept für seine unwiderstehlichen Butterkekse einst aus England mitgebracht. Dort wurde solches Gebäck als „cakes“ bezeichnet. In seiner Heimat wurde das Wort dann „deutsch“ ausgesprochen (also so ähnlich wie „keks“), was ihn dann dazu veranlasst hat, auch die Schreibweise einzudeutschen – und schon war das Wort „Keks“ geboren…  1891 kam der erste Leibniz-Keks auf den Markt, benannt nach dem deutschen Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz und bis heute nur echt mit den 52 Zähnen. Wer es genauer wissen möchte, den ausführlichen Artikel gibt es hier: www.gmx.net (zuletzt abgerufen am 12. März 2025). Der Leibniz-Keks ist so begehrt, dass die vergoldete Variante davon, welche an der Fassade von Bahlsen hängt, im Jahr 2013 vom Krümelmonster gestohlen wurde! Bis heute ist nicht klar, wer hinter der Tat steckt, was dem Diebstahl auch die Namen Krümelmonster-Krimi oder Krümelgate eingebracht hat. Mehr dazu hier: de.wikipedia.org (zuletzt abgerufen am 12. März 2025).

Und während ich den Artikel über den Keks lese, werde ich auf einen weiteren interessanten Beitrag aufmerksam und zwar zu einem Thema, über das ich sogar selber schon geschrieben habe – nämlich um vermeintlich englische Wörter, die wir benutzen, wie zum Beispiel das Wort „Handy“ (ich habe das schon in meinem Beitrag „Umami“ erwähnt). Wenn man mit „Mailbox“ den Anrufbeantworter (auf dem Handy) meint und der Amerikaner dann „Briefkasten“ versteht (und zwar der neben der Haustüre), ist das ja noch nicht weiter tragisch… wenn jemand allerdings erzählt, er würde sich auf das „Public Viewing“ am Samstagabend freuen, dann versteht der Englischsprachige wahrscheinlich die Welt nicht mehr! Denn im Englischen bedeutet „Public Viewing“ traditionell, einen letzten Blick auf aufgebahrte Verstorbene zu werfen – und das ruft ja vermutlich nun doch nicht wirklich Freude hervor… lustiger ist es dann aber, wenn ein Deutscher für einen Vortrag einen „Beamer“ bestellt – er sollte sich nicht wundern, wenn er dann ein Fahrzeug – vorzugsweise ein Motorrad – der Marke BMW hingestellt bekommt…! Mehr zum sogenannten Denglisch gibt es im erwähnten Artikel: www.gmx.net (zuletzt abgerufen am 12. März 2025). Ob es sich übrigens beim Begriff „Newsletter“ auch um Denglisch handelt, habe ich allerdings nicht herausgefunden… vielleicht weiß jemand von Euch mehr? Dann schreibt es mir doch in die Kommentare!

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