(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Sprache“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Sprache“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)
Neulich ist mir in der Küche wieder ein (unbekanntes) Deonym begegnet. (Ein Deonym ist ein Markennamen, der aber für alle gleichen Produkte verwendet wird wie zum Beispiel Tempo. Mehr dazu in meinem Beitrag „Deonyme“.)
Ich habe nämlich unser (altes) Passevite, ein Erbstück meiner Tante, aus dem Küchenschrank geholt und mich gefragt, wie das wohl sonst noch genannt wird. Dabei bin ich auf den Begrrif „Flotte Lotte“ gestoßen – also schnell das Handy gezückt und im Internet nach dem Begriff gesucht. Und siehe da, Wikipedia schreibt dazu (zuletzt abgerufen am 18. März 2025):
Eine Flotte Lotte (auch Passiermühle, Gemüsemühle, Passiergerät, Passe-vite oder Passetout) (Schweiz: nur Passevite) ist ein handbetriebenes Küchengerät, das zum Passieren von Früchten, Gemüse oder anderen Lebensmitteln dient.
Und weiter:
In Deutschland wird die Flotte Lotte von der Firma GEFU seit etwa 1950 nahezu unverändert in unterschiedlichen Varianten hergestellt. Der Produktname Flotte Lotte wurde in Deutschland umgangssprachlich zum Gattungsnamen, er ist jedoch eine geschützte Marke der GEFU Rechte GmbH.
Et voilà: „Flotte Lotte“ ist also ein Deonym. Wobei wir auch gleich noch bei der Frage gelandet sind, warum das Passieren (passer) im Französischen wohl schnell gehen soll (vite), im Deutschen hingegen flott? Auch hier ist die Antwort ganz einfach: „flott“ bedeutet umgangssprachlich „schnell, zügig“ (www.dwds.de, zu abgerufen am 18. März 2025). Also jetzt schnell, schnell – vite, vite – in die Küche und dann aber flott an den Herd! Ich wünsche Euch viel Spaß beim Kochen – mit oder schönes Erbstück in der Küche, das zu einem Blogbeitrag inspiriert…
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2 Gedanken zu „Schnell oder flott?“