Tierisches

(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Redewendungen“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Was macht der Storch im Salat?“ und zur Übersichtsseite.)

Wir haben ja zwei Katzen, für die wir (fast) alles machen. Wenn ich also mal wieder vom Sofa aufstehe, weil unsere Tiger-Lilly vor der Küchentür sitzt und noch den Rest ihres Futters, das sie vorher nicht gefressen hat, haben möchte, dann sage ich manchmal im Spaß: „Alles für die Katz!“ Ich meine damit natürlich nicht, dass alles umsonst war, wie es diese Redewendung normalerweise meint, sondern bei uns wird das eben (mehr oder weniger) wörtlich gemeint. Erst gestern Abend haben wir uns dann allerdings gefragt, woher die Redewendung eigentlich kommt und auch gleich im Internet diese (traurige) Geschichte dazu gefunden:

Der Schmied und die Katze (Geschichte von Burkard Waldis, einem Fabelerzähler, 16. Jhdt.)

Es war einmal ein Schmied, der hat ganz gute Arbeit geleistet und ließ sich von seinen Kunden immer das dafür bezahlen, was denen die Arbeit wert gewesen war. Die Kunden wiederum fanden das ganz praktisch, sie wollten nämlich eigentlich am liebsten gar nichts bezahlen. Also sagten sie einfach immer nur „danke“, wenn sie beim Schmied waren.

Der blieb unbezahlt und wurde zunehmend griesgrämig, weil er immer umsonst arbeiten musste. Er nahm eine dicke alte Katze und band sie in seiner Werkstatt an. Und jedes Mal, wenn ihn ein Kunde mit einem „Danke“ abspeiste, sagte er zur Katze: „Katz, das gebe ich dir.“ Das Dumme für die Katze war, dass sie von den leeren Worten nicht leben konnte und deswegen verhungern musste.

(Quelle: www.geo.de, zuletzt abgerufen am 10. März 2025)

Bei uns bleibt es zum Glück weiterhin so, dass „alles für die Katz“ meint, dass wir (fast) alles für unsere zwei Schmusetiger machen.

P.S. Neben unserer Tiger-Lilly haben wir auch noch unsere schwarze Lucy, welche mich zum Beitrag „Pleonasmus“ inspiriert hat…

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5 Gedanken zu „Tierisches“

  1. Oh nein, die arme dicke Katze! Sehr interessant zu erfahren, woher der Spruch kommt. „Alles für die Katz'“ hatte ich auch gerne auf den Lippen, solange ich noch feline Mitbewohner hatte, mit Dackel sind wir jetzt auf den Hund gekommen 😉

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