Die gefürchtete Zahl

(Dieser Beitrag ist der fünfte – für den Monat Mai – in der Serie „Fotoprojekt 2024: Würfelspiel“. Zu allen Beiträgen und anderen Serien geht es auf der Übersichtsseite. In dieser Serie erscheint ausnahmsweise bei den Beiträgen kein Beitragsbild, sondern das dazu gehörige Foto wird in den Text integriert.)

Diesen Monat habe ich mich besonders auf das Würfelspiel von royusch gefreut, denn seit ein paar Tagen habe ich endlich zwei „normale“ Würfel (in meinem ersten Beitrag „Feuerhöhe“ zum Würfelspiel beschreibe ich, womit ich bisher gewürfelt habe). Ich habe sie am jährlich stattfindenden Quartierflohmarkt von einer Nachbarin geschenkt bekommen, die wir bisher gar nicht gekannt haben – sie wohnt erst seit einem Jahr in der Gegend – und mit der wir uns eine Weile sehr nett unterhalten haben.

Umso entsetzter schaue ich auf die Würfel, als sie gefallen sind: 1 + 1 = 2 – oh nein, eine Zwei! Gerade letzten Monat habe ich beim Würfelspiel-Beitrag von Brigwords (brigwords.com) – sie hatte eine Zwei gewürfelt und das Wort „da“ sehr schön in Bild und Text umgesetzt – kommentiert, dass ich mich vor den 2-Buchstaben-Wörter fürchte, denn auf meiner Liste zum Thema „Meer & mehr“ (mehr zu dieser Liste in meinem zweiten Beitrag „Semaphor“) sind dazu kaum Wörter vorhanden.

Ich entscheide mich schließlich für das Wort „Öl“ und suche erst ein Foto eines Öltankers – das ist, was mir spontan dazu einfällt und ich auch schon beim Wort „Öl“ notiert habe. Doch die Fotos, die ich von Öltankern auf meinem Computer finde – zum Beispiel Aufnahmen eines Öltankers im Ölhafen von Wilhelmshaven oder Öltanker unterwegs im Nord-Ostsee-Kanal – überzeugen mich nicht, zumal ich auch bei allen nicht ganz sicher bin, ob es sich wirklich um Öltanker handelt. Deshalb wähle ich schließlich das Bild des Maschineraums der Rickmer Rickmers aus – in einem Maschinenraum wird ja Öl zum Schmierern verwendet und gleichzeitig dient er dem Schiff als Energiequelle für den Antrieb:

Das Foto ist einmal mehr auf einer unserer Radtouren in Norddeutschland entstanden (siehe dazu auch die früheren Beiträge „Feuerhöhe“, „Semaphor“ und „Glasen“) und zwar fuhren wir im Juni 2005 von Bremen über Bremerhaven an die Nordseeküste, welcher wir bis an die dänische Grenze folgen (mit einem Abstecher nach Amrum, wo auch das Foto für „Feuerhöhe“ entstanden ist). Entlang der deutsch-dänischen Grenze geht es dann an die Ostsee, welcher wir bis Eckernförde folgen. Von dort geht es mit dem Zug nach Hamburg, wo wir die letzten Tage des Urlaubs verbringen und wo wir uns dann eben die Rickmer Rickmers (ganz genau) anschauen, wie das Foto des Maschinenraums zeigt. Die Rickmer Rickmers ist ein Museumsschiff an den Landungsbrücken von St. Pauli in Hamburg und war ab ihrem Bau im Jahr 1896 als Frachtensegler auf den Weltmeeren unterwegs. Heute zeigt das schwimmende Museum die Geschichte des Großseglers und Crew- und Offiziersquartiere geben Einblick in den (rauen) Alltag auf See. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie sich das bei einem Sturm im Maschinenraum angefühlt haben mag… umhüllt vom stetigen Ölgeruch…

Mein Blick fällt nochmal auf die Würfel mit den zwei einzelnen Augen – ob ich nächsten Monat doch wieder den großen Holzwürfel zum Würfeln nehmen soll?! Der hat mir jedensfalls bisher mehr Glück gebracht!

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9 Gedanken zu „Die gefürchtete Zahl“

  1. Vielen lieben Dank NicolettaSamira, dass du mit deinem Wort „Öl“ und einem Bild aus dem Maschinenraum des Großseglers Rickmer Rickmers, wieder bei meinem Fotoprojekt „Würfelspiel“ dabei bist. Wenn ich mir dein Bild so anschaue, würde ich sagen, hier ist viel Öl geflossen.

    Liebe Grüße, Roland

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    1. Ja, wahrscheinlich – und auch viel (Angst-)Schweiß auf hoher See… bei unserem Besuch auf der Rickmer Rickmers sind immer wieder Gewitter über den Hafen hinweg gezogen und ich war froh, dass das Schiff fest und sicher vertäut am Kai lag (diese Notizen habe ich grad kürzlich im Fotoalbum entdeckt).

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