(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Redewendungen“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Was macht der Storch im Salat?“ und zur Übersichtsseite.)
Nach über zehn Beiträgen in der Serie „Redewendungen“ (die Übersicht findet ihr hier: Serien), in denen ich diverse Quellen zitiert habe, finde ich es an der Zeit, einmal (kurz) auf die verwendeten Quellen einzugehen.
Der vielzitierte Duden ist der Band 11 mit dem Titel „Redewendungen“ von 2002. Die Seitenzahlen, die ich in den Texten angebe, beziehen sich immer auf diese Ausgabe, auch wenn es inzwischen eine neuere Auflage zu geben scheint. Entdeckt habe ich den Band zufälligerweise im Ausverkauf einer Buchhandlung, die – wie es schien vergeblich – einen Nachfolger suchte (sie fand dann glücklicherweise doch noch einen). Beim Kauf habe ich allerdings noch nicht im Entferntesten daran gedacht, einmal eine Serie zum Thema „Redewendungen“ zu schreiben. Was ich am Duden besonders interessant finde: Die aufgeführten Redewendungen werden immer mit Zitaten aus Zeitungen, Büchern oder dem Internet belegt.
Eine zweite, sehr aufschlussreiche Quelle ist das Buch „Schwein gehabt! Redewendungen des Mittelalters“ von Gerhard Wagner aus dem Jahr 2010. Es ist in Zusammenarbeit mit der Deutschen Burgenvereinigung entstanden. Der Autor ist Geschäftsführer derselben und interessanterweise Burgvogt der Marksburg am Rhein. Ein Satz aus der Beschreibung auf der Rückseite lässt erahnen, wie vielfältig die Welt der Redewendungen ist: „Es geht ja auch auf keine Kuhhaut, wie viele Menschen alte Redensarten nicht mehr verstehen und von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, weil ihnen diese Ausdrücke spanisch vorkommen.“ Wie das Buch in unserem Bücherregal gelandet ist, weiß ich nicht mehr. Vermutlich sind wir in einer Buchhandlung darüber gestolpert und der Text auf der Rückseite hat uns so neugierig gemacht, dass wir es gekauft haben.
Auch wenn ich lieber in Duden und Co. verwende, so greife ich doch gerne auf das meist sehr ergiebige Wissen des großen weltweiten Netzes zurück, wenn mir meine geliebten Bücher nicht mehr weiterhelfen können. Bei der Recherche stoße ich dabei immer wieder auf andere Seiten, welche die gewünschten Informationen beinhalten. Sehr umfangreich und somit sehr hilfreich – deshalb möchte ich sie hier auch nennen – sind folgende Seiten:
- Eine Liste von Redewendungen auf Wikipedia, nach Anfangsbuchstaben sortiert (Link zuletzt aufgerufen am 14. Aug. 2023): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Redewendungen
- Eine ausführliche Seite zu Redensarten mit Suchfunktion (Link zuletzt aufgerufen am 14. Aug. 2023): https://www.redensarten-index.de
Eine (unerschöpfliche) Quelle ist auch meine Großcousine Annemarie (ich erwähne sie zum ersten Mal ganz am Ende des Beitrags „Vom sinnlosen Sieb“ und schreibe dann mehr zu ihr im Beitrag „Noch mehr zum Sieb“). Wenn ich nicht mehr weiter weiß, besonders zum Beispiel bei Redewendungen im Dialekt, dann schreibe ich ihr eine Mail oder eine Nachricht per WhatsApp und sie findet meist immer noch irgendeine Quelle, die ich nicht gefunden habe und – das macht ja die Recherche und das Schreiben so lustig und spannend – meist auch noch irgendein „Familien- oder anderes lustiges Gschichtli“, das ich dann „verwerten“ kann. Sie hat mir wie bereits in „Von Hundert zu Tausend mit Adam und Eva“ erwähnt, auch einen ganzen Stapel Blätter mit Redewedungen geschickt, welche sie mit ihren Schülerinnen und Schülern durchgearbeitet hat. Wenn ich richtig gezählt habe, sind es gegen 200 Redewendungen… ich habe (hätte) also noch genügend Material für viele weitere Beiträge in dieser Serie (wobei es mir nicht um die Quantität geht, dazu noch mehr weiter unten). Eine weitere Quelle, die ich im Beitrag „Vom Hecht in der Suppe“ erwähne und die ich ebenfalls von Annemarie bekommen habe, ist das Buch „Woher kommt das schwarze Schaf? Was hinter unseren Wörtern steckt“ von Wolfgang Seidel. Das Buch von 2006 hat sie nach den ersten Beiträgen der Serie in ihrem Bücherregal entdeckt und mir zu einem Treffen mitgebracht. Es erklärt allerdings nicht nur Redewendungen, sondern auch, woher einzelne Wörter stammen (zum Beispiel das Wort „Glocke“) und ist mangels eines Registers leider nicht als Nachschlagewerk verwendbar. Es ist eher als erklärende Aufzählung formuliert und somit eher zum Stöbern und Entdecken von (vergessenen oder unbekannten) Redewendungen geeignet.
Doch mir geht es ja nicht darum, möglichst viele verschiedene Redewendungen zusammen zu tragen und zu erklären, sondern solche, die ich verwende, auf die ich im Alltag stoße, die besonders witzig, spannend oder ungewöhnlich sind oder die in Vergessenheit geraten (sind) und die mir vielleicht wieder in den Sinn kommen, weil jemand anderes (oder auch ich) sie verwende.
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