Gnadenbild in Todtmoos

(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Mit dem Motorrad zu Maria“ – mehr dazu auf der Übersichtsseite der Beitragsserien – und ist gleichzeitig das 11. Türchen des Adventskalenders für Euch.)

Nach Todtmoos führen verschiedene schöne Strecken: ob über Präg und Bernau, über Gersbach oder Häg-Ehrsberg – jede hat ihren Reiz. Im Herbst, wenn sich der Himmel in einem satten Blau über den bunten Herbstfarben und den spektakulären Felsen wölbt, sind diese Strecken besonders schön – wie auf dem Beitragsfoto zu sehen ist.

Die Wallfahrtskirche in Todtmoos thront mächtig über dem Ort und das barocke Innere mit viel Gold ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Auch die Maria – das berühmte Gnadenbild – begeistert mich nicht auf Anhieb. An all das kann ich mich noch gut nach meinem ersten Besuch gut erinnern, auch wenn ich nicht mehr weiß, wann ich zum ersten Mal an diesem besonderen Kraftort war (damals bestimmt noch ohne Motorrad unterwegs). Doch nachdem ich später ich in einem Buch über Kraftorte in der Region lese, dass der Körper der Marienfigur einem Brand zum Opfer gefallen ist und nur die Köpfe von Maria und Jesus gerettet werden konnten, habe ich ein anderes Verhältnis zu den mit Stoff bekleideten Figuren, ja, ich freue mich jedes Mal richtig darüber, dass trotz Feuer dieses eindrucksvolle Gnadenbild und somit der Wallfahrtsort erhalten geblieben sind.

Auch wenn die Kirche recht groß ist, so herrscht doch andächtige Stille, denn die wuchtigen Mauern halten alles von draußen ab, was stören könnte. Ich genieße die Ruhe, betrachte die Kerzen, die ich angezündet habe und denke an die Menschen, für die ich Kerzen angezündet habe oder an mein Anliegen, das mit dem Anzünden einer Kerze verbunden ist.

Danach statte ich noch dem altehrwürdigen Café unterhalb der Kirche einen Besuch ab. Zwar gibt es an der Landstraße auch einen Motorradtreff in einer Pizzeria, doch ich bevorzuge das ruhige Café mit der schönen Terrasse, das im Innern mit seinen Plüschmöbeln (fast) wie ein Wiener Kaffeehaus aussieht – auf jeden Fall sehr gemütlich. Tipp: Die Schwarzwäldertorte ist fast so lecker wie die meiner Schwiegermutter – es gibt also Gründe genug, wieder einmal nach Todtmoos zu fahren!

Zurück geht es natürlich durch das Wehratal – entlang der Wehra kurvt es sich flüssig und entspannt dem Rhein und dem Daheim entgegen- wie gesegnet ich doch bin!

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3 Gedanken zu „Gnadenbild in Todtmoos“

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