Im Hier und Jetzt

Auch wenn ich noch mehr Frühlingswünsche hätte – erst vor einem Tag habe ich ja hier „Ein Frühlingswunsch“ veröffentlicht – so ist mir inzwischen bewusstgeworden, dass es (vielleicht?) sinnvoller (und sinnbringender?) wäre, im Hier und Jetzt zu leben, anstatt (utopischen) Wünschen nachzuhängen. Denn ich kann weder das Wetter noch die momentane Situation ändern!

Wie ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin? Da ich nicht an Zufälle glaube, möchte ich jetzt hier auch nicht schreiben, dass ich zufällig… aber wie soll ich es dann beschreiben? Vielleicht einfach so wie es war? Ich sitze bei meiner Katze und während ich ihr über das seidige Fell streichle, fällt mein Blick auf eine Engelkarte, die im Regal steht. Ich habe sie vor einiger Zeit schon aus dem dazugehörigen Kartenset gezogen und aufgestellt, damit ich immer wieder an den Text auf der Rückseite erinnert werde, aber ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung mehr, was da steht. Gespannt greife ich deshalb danach und drehe die Karte um… und lächle über mich selbst (und schüttle auch ein bisschen den Kopf über mich selbst)! Denn auf der Rückseite steht sinngemäß etwa folgendes:

„Früher hast Du mehr in die Vergangenheit geschaut und in Deinen Erinnerungen gelebt. Heute möchtest Du ständig sehen, was Dir die Zukunft bringt. Probiere im Heute zu leben und sei mehr im Hier und Jetzt. Denn mit der dauernden Suche nach Besserem übersiehst Du die kleinen Geschenke und besonderen Erlebnisse im Alltag. Genieße das Leben mehr im Jetzt und lass die Zukunft ruhig auf Dich zukommen.“

Und so habe ich beschlossen, mit den Wünschen aufzuhören und das Leben so zu nehmen, wie es kommt. Einerseits fühle ich mich dadurch auf eine unbeschreibliche Art und Weise erleichtert, andererseits erscheint mir das als große Herausforderung, der mich aber gerne stellen möchte: im Hier und Jetzt.

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