Ein Frühlingswunsch

Obwohl die Sonne vom Himmel strahlt, die unzähligen Schneeglöckchen in unserem Garten verblüht sind und den hellen Blausternchen, dem leuchtend gelben Scharbockskraut und den dunkelvioletten Veilchen Platz gemacht haben, so kommt – in mir – doch noch keine echte Frühlingsstimmung auf. Auch wenn es sich im windgeschützten Strandkorb in der Sonne gut aushalten lässt, so weht mir doch sofort ein eisiger Wind entgegen, sobald ich diesen meinen geschützten Lieblingsplatz verlasse – und spätestens an der Hausecke möchte ich mich am liebsten gleich wieder in den Schutz dieses heilen Raumes zurückziehen und die eisige Kälte der Welt vergessen.

Doch gleichzeitig brennt in mir die Sehnsucht nach Bewegung, nach Freiheit, nach Leichtigkeit. Die Sehnsucht danach, weiter gehen zu können und diesen Schwebezustand, in dem die Welt sich befindet (und ich mit ihr), hinter mir zu lassen – und sei es auch nur für kurze Zeit.

Und mir wird bewusst, dass ich mich wahrscheinlich ganz einfach danach sehne, endlich wieder – mit offenem Visier – Motorrad fahren zu können! Denn das ist – für mich – immer noch das größte Gefühl von Freiheit.

Ein Gedanke zu „Ein Frühlingswunsch“

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