Bisher habe ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht, wie das wohl sein wird, wenn mein Lebensgefährte irgendwann nicht mehr da ist. Warum auch? Im Moment ist er ja „Einfach da“. Aber doch ist mir irgendwie klar, dass das eben nicht selbstverständlich ist…
Denn kürzlich habe ich an einem Treffen einen sehr herzlichen Menschen kennengelernt, dessen Frau letztes Jahr gestorben ist. Er dürfte so Mitte sechzig sein, seine Frau war wohl im selben Alter – somit waren die beiden bestimmt über dreißig Jahre (oder sogar noch mehr?) zusammen gewesen, vermutlich verheiratet.
Bisher haben mich solche Todesfälle – trotz meiner Hochsensibilität – erstaunlich wenig berührt. Mein Bruder war ja mit siebenunddreißig Jahren gestorben und deshalb war es für mich irgendwie so gewesen, dass je älter jemand wird, desto mehr hat er ja vom Leben gehabt und desto weniger tragisch ist es, zu sterben. Doch wenn ich mir jetzt überlege, dass ich – wenn ich Mitte sechzig bin – dann schon fast vierzig (!) Jahre mit meinem Lebensgefährten zusammen lebe, dann bin ich mir nicht mehr so sicher, was ich von meiner „Theorie“ halten soll!
Denn während der Partner meines Bruders bei Tod meines Bruders noch in einem Alter war, in dem er nicht nur einen neuen Partner finden konnte, sondern auch durch weniger gemeinsam verbrachte Jahre noch nicht so „eingespurt“ war und sich so bestimmt leichter auf eine neue Partnerschaft einlassen konnte, so stelle ich mir das im Alter doch sehr viel schwieriger, wenn nicht vielleicht sogar unmöglich, vor.
Und plötzlich kann ich nachvollziehen, warum dieser Mensch auch ein Jahr später nur schwer über den Verlust hinweg zu kommen scheint. Es würde mir wahrscheinlich auch nicht anders gehen!
Deshalb bin ich – einmal mehr – unglaublich dankbar dafür, dass mein Lebensgefährte einfach da ist – und das hoffentlich noch für eine sehr lange Zeit!
#Worte_die_verzaubern
eine stille Eigenreflexion und eine sehr zärtlich, sinnige Glaubens- und Liebes-Erklärung an Deinen Partner.
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Danke 🙏
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