Der erste Freitag ohne WOL-Circle. Zwölf intensive Wochen haben wir – die sechs Teilnehmer – hinter uns. Wir haben mitgelitten, wenn es jemandem grad nicht so gut lief, aber auch viel zusammen gelacht. Wir haben uns jede Woche von neuem auf unseren (virtuellen) Circle gefreut und wenn jemand nicht dabei sein konnte, wurde sie (oder er – wir hatten nur einen Mann in der Runde) – schmerzlich vermisst und war dadurch doch immer irgendwie dabei.
Working Out Loud (WOL) ist eine Selbstlern-Methode, in der sich normalerweise fünf Teilnehmer (wir waren zu sechst) zwölf Wochen lang treffen. Jeder definiert zu Beginn sein ganz persönliches Ziel, das er in dieser Zeit erreichen möchte. Die Unterlagen für die Wochentreffen wurden von John Stepper entwickelt, der diese auch kostenlos zur Verfügung stellt. Wir waren sehr froh um diesen roten Faden, auch wenn wir uns nicht immer stur daran gehalten haben. Und auch wenn in unserem Circle nicht jede ihr Ziel erreicht hat, so ist doch in diesen Wochen unglaublich viel in Bewegung gekommen und Neues entstanden. Denn auch wenn man zu Beginn denkt, dass zwölf Wochen schön lang sind, ist plötzlich – schwupps – schon die Hälfte vorbei und dann rasen die Wochen nur so dahin, bis ganz unvermittelt das zwölfte Treffen da ist und alle nur noch traurig sind…
Ich bin sehr sehr dankbar für die immense Unterstützung, die ich im Circle erfahren durfte. Wenn ich zu Beginn noch überzeugt davon war, dass mein (berufliches) Glück in meiner eigenen Unternehmensberatung liegen musste, dann wurde mir während der Arbeit im Circle immer klarer, dass das Schreiben mein Beruf und meine Berufung ist. Und durch all die Wertschätzung, die ich dort für mein Schreiben erfahren durfte, fand ich auch endlich den Mut, die kleine Unternehmensberatung sterben zu lassen und werde mich nun voll und ganz dem Schreiben von #Worte_die_verzaubern widmen. Ja, ich fand nicht nur den Mut zum Schreiben, sondern ich konnte sogar aus meinem WOL-Circle den ersten größeren Auftrag mitnehmen. Schon von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass dieser Circle mein Leben verändern würde – und so ist es auch…
Was mich am meisten erstaunt hat, war das Erleben, wie rasch wir zu einer Gruppe geworden sind und wie schnell der Austausch auf einer sehr persönlichen Ebene stattgefunden hat. Ich meine, ich habe diese Menschen vorher ja überhaupt nicht gekannt! Was mir – einmal mehr – zeigt, dass auch im virtuellen Raum sehr viel Nähe entstehen kann und das meist sogar schneller als im realen Leben. Ich habe mit diesen Menschen mehr geteilt als mit anderen, die ich schon jahrelang kenne. Deshalb war heute schon ein besonderer Moment, als mir bewusst wurde, dass jetzt eigentlich WOL-Circle wäre… aber eben nicht mehr ist. Ich habe mir damit beholfen, die letzte Hausaufgabe zu schreiben.
Und zum Glück treffen wir uns nun nächste Woche zu einem Digital Business Breakfast (angelehnt an den Digital Business Lunch des Unternehmen mit Zukunft), um unsere Erfolge zu feiern und zu besprechen, wie es weitergehen könnte. Ich bin gespannt…
Wer mehr über die Methode „Working out loud (WOL)“ erfahren möchte, findet hier weitere Informationen:
https://workingoutloud.com und https://de.m.wikipedia.org/wiki/Working_out_loud
#Worte_die_verzaubern