Jetzt ist es also passiert. Was ich bereits in meinem Blogartikel „Benzin im Blut“ befürchtet (oder schon geahnt?!) habe, ist eingetroffen: mein Fahrlehrer arbeitet nicht mehr bei der Fahrschule, bei der ich mich für den Motorradführerschein angemeldet habe! Und auch nicht bei einer anderen in der Umgebung – er scheint einfach verschwunden zu sein, da hilft selbst eine Internet-Rechechere nicht weiter, da er erstens einen sehr oft vorkommenden Namen hat und zweitens berühmte Namensvetter, die sich auch mit den Booleschen Operatoren nicht aus den Google-Suchresultaten herausfiltern lassen!
Da schaue ich doch rein zufällig auf die Internet-Seite der Fahrschule, die schon seit Monaten nicht mehr aktuell war und auch keine geeignete Smartphone-Ansicht hatte und siehe da: der Internet-Auftritt wurde offenbar komplett überarbeitet, alle Informationen wie Öffnungszeiten etc. sind nun aktuell und die Liste der Fahrlehrer offenbar auch… nur dass eben mein Fahrlehrer nicht mehr auf der Seite erscheint, sondern durch einen anderen (der früher schon mal dort gearbeitet hat) ersetzt wurde. Ich konnte es erst gar nicht glauben.
Da habe ich endlich meine Ängste überwunden (mehr davon in „Wanted: Mut zum Motorradfahren“), habe mich auf einen Menschen eingelassen, ihm vertraut – ja, ich habe in ihm sogar den sehnlichst gewünschten Motorrad-Engel gesehen und dann ist er einfach plötzlich weg. Ohne ein Wort. Ohne Abschied. Wie wenn es ihn nie gegeben hätte!
Und schon machen sich natürlich wieder die (alten) Ängste breit: die Angst davor, es nun nicht zu schaffen; die Angst davor, jetzt den Mut und das Selbstvertrauen für dieses Abenteuer zu verlieren – und natürlich die größte Angst, nie wieder einen solchen Fahrlehrer zu finden, der mit mir diesen für mich ganz besonderen, ganz großen, ganz bewegenden, alles entscheidenden Weg geht.
Wenn ich beim Schreiben des „Winterblues“ geglaubt habe, dass die Sehnsucht nach dem Motorradfahren nicht auszuhalten ist, dann hat das in Wirklichkeit nur an der Oberfläche gekratzt. Der Schmerz über den Verlust des Menschen, der mit mir eine so (überlebens-)wichtige Wegstrecke gegangen ist und der mich so vollkommen (und das meist ganz ohne oder nur mit wenigen Worten) verstanden hat, ist so unendlich viel größer, weil es für mich nicht nur ein Abschied ist (wie ich deren schon viele in meinem Leben durchmachen musste), sondern weil für mich die Verwirklichung meines Traumes wieder in die Ferne gerückt ist. Ich weiss nicht, ob ich nochmals den Mut aufbringe, anzufangen, mich einzulassen, zu vertrauen, ohne zu wissen, was passiert. Wenn ich für das neue Jahr auch nur einen Wunsch frei hätte, dann nur diesen einen: dass mein Motorrad-Engel zurückkommt.
#Worte_die_verzaubern
Ui … liebe Nicolle, was ist denn da geschehen … … ich wünsche dir von Herzen, dass dein Wunsch auf magische Weise doch noch in Erfüllung geht. Herzensgrüße Sirut Sabine
DEIN WEG ZURÜCK ZU DIR ! Lebensradweg.de Sirut Sabine Haller
Sinn-Finderin, Herz-Öffnerin, Seelen-Erinnerin
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