Grabgabel

Vor ein paar Jahren war mir dieses Gartengerät noch völlig unbekannt, aber seit wir es in unserer Garage alias Gartengeräteschuppen stehen haben, ist eines meiner Lieblingswerkzeuge für die Gartenarbeit geworden: die sogenannte Grabgabel. Gerade gestern hat sie mir wieder wertvolle Dienste geleistet, denn ich wollte die unansehnlich gewordenen Schopflavendel vor der Haustüre (siehe Beitragsbild, da sahen sie noch besser aus!) entfernen beziehungsweise zwei davon umpflanzen. Mit der Grabgabel waren die Pflanzen ruckzuck aus dem Boden gestochen! Denn eine Grabgabel vereint quasi die Kraft eines Spatens mit den Vorzügen von Zinken einer (großen) Gabel.

Wikipedia schreibt dazu (wiki/Grabegabel, zuletzt abgerufen am 14. April 2026):

Eine Grab(e)gabel oder Grabeforke, in der kräftigeren Ausführung auch Spatengabel oder seltener Gabelspaten, ist als Gartenwerkzeug ein Mittelding aus einer Mistgabel (die üblicherweise dünne leicht gebogene Zinken hat) und einem Spaten. In der Schweiz wird sie Stechgabel genannt.

Die Grabegabel wird zum Lösen und Bewegen von Oberboden verwendet und gleicht dem Spaten zum Wenden, mit dem Vorteil, dass beim Rammen in den Boden nur wenige Pflanzenwurzeln (auch Unkrautwurzeln) abgehackt werden. Sie kann daher besonders zum schonenden Ausgraben von Pflanzen verwendet werden. Im Gegensatz zum Spaten wird auch das Zerteilen der nützlichen Regenwürmer erheblich vermindert. Zudem lässt sich eine Grabegabel mit deutlich weniger Kraftaufwand in den Boden stechen.“ In der Tat sind mir mehrere fette und quicklebendige Regenwürmer begegnet, die sich hoffentlich weiterhin in unserem Garten wohlfühlen…! Und ich habe wieder einmal festgestellt, dass mir fast überall Ideen für meinen Sprach-Blog begegnen! Denn „Grabgabel“ sollte wirklich zum Grundwortschatz – zumindest eines jeden Gartenbesitzers – gehören, nicht?!

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Ein Gedanke zu „Grabgabel“

  1. Für mich gehört der Wortschatz zu den wenigen echten Schätzen, und auch ohne einen Garten zu besitzen, sollte man ein bisschen vom Gärtnern verstehen. Habe gerade angefangen Flauberts „Bouvard und Pécuchet“ zu lesen, zwei Büromenschen, die es in zu einem Leben in der Natur zieht. Rechtzeitig lachen könnte ich bei der Satire allerdings nur, wenn ich mehr Ahnung von Pflanzen und vom Pflanzen hätte, um bei jedem neuen gärtnerischen/landwirtschaftlichen Vorhaben gleich „Ach, du Sch…!“ zu denken.

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