Mesmerized

In meinem Tagebuch unseres Weihnachtsurlaubs in Meersburg am Bodensee habe ich noch ein Wort hier für meinen Blog entdeckt: mesmerized.

Mit dem Wort „mesmerized“ (fasziniert, gefesselt) bewahrt die englische Sprache dem 1734 in Iznang geborenen Arzt Franz Anton Mesmer ein Andenken.“, schreibt Hans-Peter Siebenhaar in seinem Reiseführer zum Bodensee auf Seite 20 (erschienen im Michael Müller Verlag, 6. komplett aktualisierte Auflage 2015).

Der Begriff erklärt sich dadurch, dass Mesmer auf seine Mitmenschen faszinierend wirkte, denn er nannte seine Heilmethode „animalischen Magnetismus“, was für unsere Ohren doch sehr abstrus klingt. Inzwischen ist aber anerkannt, dass Mesmer die medizinische Hypnose erfand. Als junger Arzt war Mesmer schnell erfolgreich, es folgte ein bewegtes Leben quer durch Europa. Doch er wurde von der Schulmedizin erbittert bekämpft und erst kurz vor seinen Tod wissenschaftlich rehabilitiert.

Das Geburtsthaus von Mesmer mit der Hausnummer 98 steht heute noch in Iznang. Im sogenannten „Mesmerhaus“ an der Vorburggasse 11 in Meersburg, im dem der Arzt seinen Lebensabend verbrachte, gibt es im Dachstuhl eine Dauerausstellung zum Leben und Wirken von Mesmer (das Museum heißt „Haus für Wein, Kultur und Geschichte und zeigt auch eine Ausstellung zum Weinbau am Bodensee).

(Alle Informationen stammen aus dem oben genannten Reiseführer.)

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14 Gedanken zu „Mesmerized“

    1. Tja, soviel zu unserem „Bildungsurlaub“ 😉🤣… nein, Spaß beiseite, sowas machen wir nicht, sondern wir lassen uns immer vor Ort überraschen, was es zu entdecken gibt. Das Mesmer-Haus in Meersburg (das wir übrigens nicht besucht haben 🤭), liegt neben einer äußerst empfehlenswerten Weinstube…😊.

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  1. Mesmer hat damals die Gesellschaft durch öffentliche Vorführungen für sich eingenommen und auch Edgar Allan Poe zu drei Texten animiert, wo es um Mesmerismus ging. Poes Geschichten griffen übrigens oft auf Realien aus der Tagespresse zurück und haben somit auch oft einen realen Hintergrund ..

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  2. Schon schade, wenn nur die Engländer so ein „Sprachdenkmal“ für einen Arzt und seine Heilmethode errichtet hätten. Dein Beitrag hat mich dazu gebracht, kurz über aus Namen gebildete Begriffe in der deutschen Sprache nachzudenken. Warum fällt mir da spontan nur „kafkaesk“ ein? Und das wurde übrigens auch von dem Englischen „kafkaesque“ übernommen. Ich glaube allerdings, im Bereich der Medizin gäbe es weitere Beispiele.

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    1. Danke für diesen interessanten Kommentar! Auf Anhieb ist mir auch kein anderes Adjektiv eingefallen, aber dann habe ich mich daran erinnert, dass es Substantive gibt… ich schreibe darüber in meinem Beitrag „Kuriositäten“ (ich schaffe es grad irgendwie nicht, den Link einzufügen ohne dass der ganze Rattenschwanz von Adresse mitkommt…!). Solche Begriffe nennt man Eponyme und – inspiriert durch Deinen Kommentar – werde ich heute noch einen Beitrag mit diesem Titel schreiben. Ich hoffe, ich finde dann auch ein paar Adjektive.

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      1. Warum leider? Eine Armlänge über meinem Kopf vertaubt friedlich mein 20-bändiges ZEIT-Lexikon. Es ist hübsch, darin den einen oder anderen Artikel zu lesen, aber wenn ich recherchiere, dann hauptsächlich oder zumindest zuerst im Internet. Nicht Kommunikation sondern Wissen zur Verfügung zu stellen waren der Grundgedanke des Internets.

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