Tsundoku

Neulich habe ich mir darüber Gedanken gemacht, wie ich auf einfache (und günstige) Weise meinen „Lesehunger“ stillen könnte, denn wie ich ja schon an anderer Stelle hier im Blog geschrieben habe (zum Beispiel in meiner Serie „Berührende Bücher“), lese ich sehr gerne (und sehr viel). Da ich die meisten Bücher nur einmal lese – dies vorallem aus dem Grund, weil ich mir die Inhalte meist besser merken kann als mir lieb ist und es deshalb einfach nur langweilig wäre, ein Buch ein zweites Mal zu lesen – habe ich mir neulich die Frage gestellt, wie ich es anstellen könnte, damit ich nicht dauernd (neue) Bücher kaufen muss. Das wäre doch mal (wieder!) ein Test für die KI-Suche von Google, habe ich mir gedacht. Und siehe da, sie beantwortet meine Frage zwar nicht, dafür lerne ich ein neues Wort und eine neue Abkürzung kennen!

Das neue Wort lautet „Tsundoku“ und beschreibt das „Phänomen, viele Bücher zu kaufen und diese dann ungelesen zu stapeln“. Das Wort setzt sich aus den japanischen Wörtern tsumu (stapeln) und doku (lesen) zusammen.

Die Abkürzung, der ich außerdem begegnet bin, lautet „SuB“ und bedeutet: Stapel ungelesener Bücher.

Wenn man also Tsundoku praktiziert (oder was man damit auch immer macht…), dann hat man bald (überall?!) SuBs herumstehen…?! (Es gibt übrigens im Internet auch – mehr oder weniger schlaue – Tipps, wie man mit seinem „SuB“ umgehen kann…)

Bei oben beschriebener Recherche stoße ich übrigens noch auf ein wirklich seltsames Phänomen, das mir auch schon beim Schreiben des Beitrags „Kalt“ begegnet ist: Wenn ich auf meinem Smartphone mit dem Internet-Explorer und der Suchmaschine Google nach einer Frage (oder einem Begriff oder was auch immer suche), erhalte ich ein bestimmtes KI-Resultat. Wenn ich mir diesen Link dann maile, das Mailprogramm auf meinem Computer öffne und den Link anklicke, der sich dann in Chrome (also einem anderen Browser als auf dem Handy) öffnet, erhalte ich ein anderes KI-Resultat, bei dem ganz oft Informationen fehlen, die ich für den Text verwenden möchte und die in der „Handy-Version“ angezeigt werden (beim Beitrag „Kalt“ war es zum Beispiel die Information zum französischen „J’ai froid!“ und hier war es die Information zum „SuB“). Ich werde hier deshalb keine Links mehr zu Suchresultaten angeben, sondern versuchen, die Original-Quellen zu suchen und diese dann zu verlinken, hier wäre das jetzt – einmal mehr Wikipedia (wiki/Tsundoku, zuletzt abgerufen am 20. Jan. 2026).

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4 Gedanken zu „Tsundoku“

  1. Meine SuBs befinden sich auf einem Bord am Kopfende meines Bettes und schwanken bereits beträchtlich. Nachruf: Erschlagen von ihren ungelesenen Büchern. Den Umgang mit endgültig ausgelesenen Büchern finde ich dagegen höchst unkompliziert. Ich trage sie in die Stadtbücherei, wo die Bibliothekarinnen entscheiden können, was die Bücherei behalten möchte und was in das Regal wandert, aus dem Besucher sich etwas aussuchen und für 1 € erwerben können, wovon dann sowohl die Bücherei als auch der Käufer profitieren.

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