Wir haben die Weihnachtsfeiertage im vergangenen Jahr in Meersburg am Bodensee verbracht und nachdem es zwar erst nicht so ausgesehen hat, haben wir dann doch noch weiße Weihnachten bekommen: denn pünktlich am 24. Dezember hat es abends angefangen zu schneien, wie das Beitragsfoto zeigt, welches um 19.20 Uhr aufgenommen wurde und die „Schneedecke“ auf dem Tisch auf der Terrasse zeigt. Und innerlich habe ich schon alle jubeln gehört: „Weiße Weihnachten!“ Mir taten allerdings die Mitarbeiter des zuständigen Werkhofes leid, die danach – so gegen zehn Uhr dürfte das gewesen sein – dafür sorgen mussten, dass die Besucherinnen und Besucher der Mitternachtsmesse in der nahe gelegenen Kirche und der diversen Familienfeiern wieder sicher nach Hause kamen, denn diese mussten in mühseliger Kleinarbeit von Hand die diversen (steilen) Treppen streuen, welche die Straßen von Meersburg miteinander verbinden. Und ich habe mich einmal mehr gefragt, was denn am Mythos und dem Wunsch nach weißen Weihnachten dran ist. Dazu gehört für mich auch die Frage nach dem Mythos „freudige Familienfeste an den Feiertagen“, obwohl sich vorher die meisten unserer Bekannten, Verwandten und Freunden darüber aufregen, weil der Stress dieser Familienfeiern schon losgeht, bevor überhaupt gefeiert wird… (unser Tipp: über Weihnachten „abhauen“ – gibt zwar Stress vor dem Fest, aber dafür am Fest nicht mehr…!).
Bisher hatte ich ja immer geglaubt, dass die Mythen (ein Gebirgsmassiv mit zwei Gipfeln in der Innerschweiz) ein sogenanntes geologisches Fenster seien – so habe ich mir das jedenfalls in der Schule gemerkt (und ich bin mir ehrlich gesagt ziemlich sicher, dass unser Lehrer das auch so eingebläut hat). Als ich nun aber recherchiere, stelle ich fest, dass unser damaliger Geographie-Lehrer entweder einen „Seich“ verzapft hat – oder dass die Wissenschaft inzwischen zum Schluss gekommen ist, dass die Mythen – der grosse und der kleine Mythen – eben kein geologisches Fenster sind, sondern sogenannte tektonische Klippen (was das genau ist, könnt ihr hier nachlesen: www.mineralienatlas.de, zuletzt abgerufen am 12. Jan. 2026).
Die Mythen passen auch herrlich zu einem weiteren – und hier letzten – Mythos: die Alpensicht! Ich weiß, ich komme aus der Schweiz und bin in dieser Hinsicht natürlich verwöhnt, da ist Alpensicht etwas alltägliches, aber auch im Markgräflerland, wo ich jetzt lebe, ist Alpensicht nichts ungewöhnliches: im nahen Rebberg gibt es ein „Rebhüsli Alpenblick“ und von dort sieht man bei guter Sicht die Schweizer Alpen (und von anderen Orten hier bei uns in der Nähe ebenfalls). Was also ist jetzt so besonders daran? Oder so besonders, dass man jedes Mal vor Freude ausflippen muss („Schau mal, die Alpen!“), wenn man die Alpen sieht?! Ich weiß es wirklich nicht, aber vielleicht kann mir das ja jemand von Euch erklären…
Übrigens: wer sich jetzt fragt, ob es sich hier wirklich um Mythen – also Mythos in Mehrzahl handelt – der Duden weiß die Antwort: Die zweite Bedeutung von Mythos ist nämlich „Person, Sache, Begebenheit, die (aus meist verschwommenen, irrationalen Vorstellungen heraus) glorifiziert wird, legendären Charakter hat“ (www.duden.de/Mythos, zuletzt abgerufen am 12. Jan. 2026).
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