(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Sprache“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Sprache“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)
Beim Aufräumen – ich schreibe im Beitrag „Am Aufräumen“ mehr dazu – habe ich noch zwei Beiträge gefunden, die auch noch zur Serie „Sprache“ passen, obwohl ich sie bereits am 31. März 2019 (das war der kurze Beitrag „Einfach sein“) und am 14. Februar 2022 (das war der Beitrag „Mach’s einfach“) veröffentlicht habe. Die Beiträge habe ich hier im Blog im Rahmen meiner Aufräumaktion inzwischen gelöscht, ich möchte hier aber trotzdem nochmal auf die beiden Beiträge zurückkommen und zwar im Bezug auf das Thema „Sprache“.
In beiden Beiträgen geht es darum, dass eine Wortkombination aus zwei Wörtern mit dem Begriff „einfach“ zwei (komplett) verschiedene Bedeutungen annehmen kann und zwar je nach Betonung der zwei Wörter.
Im älteren Beitrag geht es um den Begriff „einfach sein“ – das kann ja im Sinne von „einfach sein“ gemeint sein oder eben mehr im Sinne von „einfach sein“, was ja überhaupt nicht dasselbe ist! Manchmal wünsche ich mir, einfach sein zu dürfen – einfach Ich-Sein, ohne irgendwelche Ansprüche erfüllen zu müssen oder etwas bestimmtes leisten oder erreichen zu müssen. Das reicht doch, oder? Und es darf auch mal etwas einfach sein, zum Beispiel ein Rezept (und dennoch effektvoll und bei allen beliebt: mehr dazu in meinem Beitrag „Dolce far niente“). Im alten Beitrag habe ich zu diesem Thema noch ein schönes, nachdenklich stimmendes Lied von Willy Astor verlinkt gehabt, was ich hier nun auch wieder tun werde, da ich es immer noch passend und aktuell finde (ich hatte den Namen damals noch nie gehört gehabt, außerdem ist der Interpret auch eher als Kabarettist denn als nachdenklicher Musiker bekannt): Einfach sein, zuletzt abgerufen am 9. Dez. 2025.
Im zweiten Beitrag geht es um den Begriff „mach’s einfach“ oder „„mach’s einfach“. In meinem Neujahrsvorsatz für das Jahr 2022 habe ich genauer beschrieben, was ich damals damit gemeint habe. Auch heute begleiten mich diese zwei Begriffe immer noch, denn ich habe schon vor längerem habe ich zwei Collagen auf Leinwand mit blauer Grundierung, weißem Schriftzug und Muscheln und Sand angefertigt – die kleinere steht auf einer Staffelei auf meinem Schreibtisch, die große hängt im Badezimmer, um mich immer wieder daran zu erinnern, dass es diese zwei Varianten gibt: ich kann etwas „einfachmachen“ (also nicht lange überlegen, ob ich das jetzt machen soll/will/kann, sondern gleich in medias res gehen) oder ich kann etwas „einfach machen“, indem ich mir nicht selber Steine in den Weg lege, sondern es mir möglichst einfach mache). Vielleicht braucht es hier noch zwei Beispiele, um das zu illustrieren: Im ersten Fall würde ich einfach spontan drauf los schreiben, wie ich das ja im nächsten Jahr hier im Blog vermehrt machen möchte (siehe dazu den Beitrag „Am Aufräumen“), ohne mir vorher lange zu überlegen, ob der Beitrag nun passt oder nicht oder ob der Beitrag (für andere) interessant ist oder nicht. Im zweiten Fall würde ich mir das Leben nicht schwer machen, indem ich das absolut super perfekte und exakt passende Bild für den entsprechenden Blogbeitrag suche, sondern spontan das nehmen, welches mir dazu einfällt oder welches mir in meiner Fotosammlung schon nach kurzer (!) Suche begegnet.
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Liebe Nicole kennst du das Buch „Machen Sie doch, was Sie wollen“ von Maja Storch? Im Huber Verlag. Ich kann es dir auch ausleihen. Schon der Titel hat verschiedene Bedeutungen, je nach Betonung! Ich finde es herrlich zu Lesen! Sie hatte einmal einen Vortrag in Baden mit diesem Thema und als sie von Strudelwürmern begann, waren alle entsetzt!
also, ich kann es dir mitbringen, wenn du es lesen willst! Mümü Annemie
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Liebe Annemarie, ja gerne! Mein Lateinlehrer am Gymnasium konnte stundenlang über das Zitat „Der gute Mensch denkt an sich selbst zuletzt.“ referieren, dass je nach der Platzierung der Satzzeichen ja ebenfalls etwas ganz anderes bedeuten kann (ich habe sie im Satz bewusst weggelassen). Denn wenn ich schreiben würde „Der gute Mensch denkt an sich – selbst zuletzt!“ wäre die Bedeutung ja eine ganz andere.
Mümü Nicole
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