Und no meh Schwyzerdütsch

(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Sprache“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Sprache“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)

Und hier wie im vorherigen Beitrag „Schwyzerdütsch“ der zweite Beitrag mit Audio-Datei, den ich hier zum ersten Mal am 26. Juni 2018 veröffentlicht habe. Viel Spaß beim Hören und Lesen:

Hey, sali zämme! Lütlis, es het mr so dr Ermel inegnoh, dass ich grad no e zweite schwyzerdütsche Tegscht gschribe ha.

Ich ha wider e ganzi Lischte mit luschtige Wörter zämmegschtellt und probiert, drus e nätts Gschichtli zämme z‘stelle. S’isch zwar glaub ehnder e bitz e Chrüsimüsi worde.

Also, fömer doch emol mit mini beide Chatze a. Me sait in dr Schwyz au Büsi, aber in Basel nit. Das isch halt vo Kanton zu Kanton verschiede! Das isch übrigens au so öppe die erschti Lektion, wo Usländer sötte lerne. Wenn de nämlig e Schwyzer zum Bischpil frogsch, wie das mit der Schuel isch, also wivil Johr zum Bispil d’Primarschuel goht, denn heissts normalerwis: das isch vo Kanton zu Kanton verschide! D’Schwyz isch zwar e chlains Land, aber het trotzdäm 26 verschidene Schuelsyschtem (und anders au no)!

Wenn mini Chatze Hunger hän, den nöötze si die ganzi Zyt umenander. Zerscht liigä si dr ganzi Tag umme wie-n-e Pfundschnitz, und denn chas nit schnäll gnueg go. Aber wenns denn ändlig Zyt isch für ihres Frässe, den mien si sich doch uffem Wäg zum Napf no gaaanz gmietlig streggä und eifach no e bitzeli umedudele! Mänggmoll reggt mir das richtig uff und denn sag-i zu-n-ene: Laufed e bitzli, Bireschnitzli! Das het mini Primarlehrerin immer gsait, wenn mir uff der Monetswanderig z’langsam gloffe sin. Bliibe mr grad no bi de Tierli: wenn mr mit unsere Chatze zum Doggter mien, denn fiere si sich immer uff, als wäre si wirklig armi Tierli. Und wenn ich e jungs Chätzli gseh, denn sag ich notürlig: Jöööö, wie härzig! Und unseri Nochberä hän nit nur e Chätzli, sondern au noch zwei Chüngel!

Wär mir uff Facebook folgt, het villicht scho gseh, dass ich gärn gang go Töff fahre. Das find i mega lessig. Aber wenn mi öpper würd froge, ob ich a-n-e Match mitchumm, denn würd ich nit go. Also wenn do die Schütteler uffem Rase hi und här rase, das find i denn überhaupt nid spannend. Und was die au immer für e Gschiss mache, wenns denn emol e Goal git!

Wie dir jo scho s’letschte Mol ghört händ, git’s in Basel e Herbschtmäss: dodrzue sin mir au no e paar schöne Wörter in Sinn cho: ich iss jo wahnsinnig gärn Rahmdääfeli, aber es git an dr Mäss notürlig auch no anderi feini Sache, zum Bischpil Mässmögge (do het denn dr Zahni bsunders Freud!), oder Rosekiechli. Die hani nit eso gärn, aber me muss jo alles emol probiere! Und nodürlig gits uffem Peti au immer e Huffe Ginggernillis zum chaufe! Dört findsch sogar Tschööpä, Finggä und Wäschblätz. Dört chame so richtig go schneuggä. Z’Basel chame sowieso schön go lädelä und wenn me mit öpperem abmacht, denn trifft me sich meischtens uffem Seibi bi de Telefonkabine. Friener ha i emol e Fründin kha, wo öppe-n-emol z’spot cho isch und eimol hani kei Luscht me kha zum warte und denn han i dänggt, ach, blos mr doch in d’Schueh, ich gang jetze… Und wenn si mir denn irgend e komischs Gschichtli verzellt, wurum si nit chunnt, denn dängg i: jäjä, verzell doch das em Fährimaa!

Au ussem Hushalt und em Garte git’s no e Huffe Wörter: ich bi friener – wo-n-i no in dr Schwyz gwohnt hat, ins Konsi go ikaufe. Zum Zmorge hani amigs Birchermiesli gässe. Oder villicht au emol e Schwöbli. Was ich au sehr gärn ha sin Härdöpfel und Poulet und Hackdätschli. Und wenns Salat oder Gmies git, denn duen ich das zerscht rüschte! Und wenn ich en Öpfel gässe ha, denn hani s’Bütschgi in Mistkübel gworfä. Und zum d’Bliemli sprütze nimm ich e Sprützkannä. Leider wachse in unserem Garte keini Hemliglunggi, sondern nur im Wald. Drfür hets in de Alpe amigs richtigi Edelwiss-Matte!

Als Chind bin ich gärn Trottinett gfahre und ha mit de Nochbersmaidli gluggeret. Mänggmol hän mir au öppis us Chrälleli baschtlet. Und amigs, wenn i vercheltet gsi bin, hani dr Bäffzgi kha. Wo-n-i no ganz glai gsi bi, het mi mini Schweschter im Buschiwaage umegstosse. Ich ha spöter au gärn mit em Diddiwägeli gspilt. Und wenn i mit em Trotti umkheit bi oder eimol bini glaub sogar e Stäge durabgheit, denn het mr mis Mami e Schmützli gä und het gsait: Heile heile Säge, drei Daag Räge, drei Daag Schnee, jetzt duet’s dr Nicoletta nümmi weh!

Mi Brueder het e Lehr gmacht und isch mega stolz gsi, wo-n-är sich vo sim Lohn het chönne e eiges Auti chaufe. Vil het är jo nid verdient, und drum isch sis erschte Auti au e zimligi Schröpse gsi!

Mi Grossvatter isch dehaim im Gangoclub gsi, also är isch e bitz der Tscholi gsi und dr Holmr-Schiggmr-Gimmr-Längmr. Also nid dass mini Grossmuetter e Rääf oder e Riibyse gsi wär, sie isch e ganz-e-liebi gsi.

Die Bekannti vo mir, wo dir scho in dr letschte Folg kennenglernt hän, ich main die, wo nid gwüsst het, was e Bostitch isch, liefert au jetzt wider e luschtige Bitrag: sie het notürlig e dütsches Nummereschild an ihrem Auti und für Lörrach foht das mit Lö a. Und wenn se d’Lüt z’Basel – si het jo in Basel gschafft – gfrogt hän, wohär si chunnt, het si immer gsait: „Ich bin ein Löli!“ Und het sich immer gwundert, wurum alli glache hän…! Mi het’s fascht gschellt, wo sie mir das verzellt het! Sie het das nochhär nieme gsait, schad eigentlig…

Letschte Summer isch doch im Zug wider emol d’Klimaalag usgfalle, ich bi fascht umgschtande! Und e Kondukteur isch au wider kaine cho… drfür hani näbedra esone Fägnäscht kha, wo ständig het miesse umenusche! Und denn het dä au no sovil Bibeli kha… aber eimol han ich im Zug der Gluggsi griegt, das isch denn gar nid luschtig!

So, und für dr letschti Usdrugg vo hüttä chan ich vo mim neue Hobby verzelle: ich tue jo Bogä schiessä und das mänggmol au im Wald. Jetz isches letschi zimlig nass gsi und ich ha miesse übere Bach. Do muesch wirklig uffpasse, dass de kai Schlappe ziehsch!

So, das längt jetze! Wenns wider im Hals chratzt, denn lutschtet doch einfach ä Wybärtli!

Tschau zämmä!

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