(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Sprache“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Sprache“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)
Da ich meinen Mann bereits vor längerer Zeit mit meinem „Sprachfimmel“ angesteckt habe, lese ich ihm seit neustem auch immer mal wieder mehr oder weniger Wissenswertes aus meinem momentanen Lieblingsbüchlein vor: „Kleines Kuriositätenkabinett der deutschen Sprache“ (ich schreibe darüber in den Beiträgen „Kuriositäten“, „Noch mehr Kuriositäten“ und „Letzte Kuriositäten“)
Diesmal war es eines Abends aus dem Kapitel „Versprecher“. Ich lese also vor: „Bei einer normalen Sprechgeschwindigkeit von 120 bis 150 Wörtern pro Minute…“ Weiter komme ich nicht, denn mein Mann unterbricht mich mit einem: „ICH NICHT!“ Also er meint damit, dass er niemals soviele Wörter pro Minute sagen würde und illustriert das gleich mit einer Begebenheit aus seinem Alltag:
Vor ein paar Jahren hat er regelmäßig einen Arbeitskollegen mit dem Auto mitgenommen. Mein Mann ist also so um sieben Uhr losgefahren und hat dann nach etwa zwanzig Kilometern den Kollegen an dessen Wohnort abgeholt. Die Begrüßung verlief so: Mein Mann sagt: „Morge“, sein Kollege: „Morgen“. Die Fahrt geht weiter. Nach etwa weiteren zwanzig Kilometern, kurz vor dem Ort, in dem es eine Bäckerei gibt, fragt mein Mann seinen Kollegen: „Willsch in d’Bäckerei?“ „Nein.“ Nach weiteren zehn Minunten haben sie die Firma, wo die beiden arbeiten, erreicht und der Arbeitstag geht los…
Anzahl der gesprochenen Wörter: 7
Damit ist alles gesagt, oder…?!
P.S. Wer sich noch für den Rest des obigen Textes zum Thema „Versprecher“ interessiert, es geht so weiter: „…kommt es im Mittel alle zehn Minuten, d. h. alle 1000 Wörter, zu einem Versprecher. Rund die Hälfte davon korrigiert der Sprecher selbst, die übrigen übergeht er.“ (Quelle: Kleines Kuriositätenkabinett der deutschen Sprache, erweiterte Neuauflage, 2025, Duden)
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3 Gedanken zu „Männergespräch“