Welches Wasser?

(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Sprache“ und behandelt die 17. „Oder-Frage“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Sprache“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)

Neulich bin ich wieder auf eine „Oder-Frage“ aufmerksam geworden: auf meinem Schreibtisch steht immer eine Karaffe voll „Hahnenwasser“, auf dem Schreibtisch meines Mannes hingegen eine mit „Leitungswasser“… „Hahnenwasser“ ist laut meiner Internet-Recherche ganz einfach der umgangssprachliche Begriff, der oft in der Schweiz – wo ich ja herkomme – verwendet wird.

Interessanter ist der Hinweis, dass unsere Nachbarn in Frankreich auf Deutsch auch „Wasser vom ’ahn“ sagen. Da ich nämlich hauptsächlich „Hahnenwasser“ trinke und deshalb an Familienfesten meines Mannes, bei denen ich hinterher noch mit dem Auto nach Hause fahren musste, mich stets ans Wasser halte, hat mich mein Schwiegervater eine Zeitlang immer damit aufgezogen, ich sei wie Sandrine. Sandrine war während der Schulzeit meines Mannes für ein paar Tage als französische Austauschschülerin bei seiner Familie – und die wollte auch immer nur „Wasser vom ’ahn“. Mein Mann hat sich damals darüber gefreut, denn so kam er in den ungewohnten Genuß von Fanta, Cola und dergleichen! Seine Eltern wollten der Austauschschülerin nämlich etwas „bieten“ und hatten deshalb eine ganze Kiste voll solcher Getränke besorgt, die sie sonst nie gekauft hätten… Dabei wollte Sandrine doch nur immer „Wasser vom ’ahn“…!

Doch warum hat nun Sandrine auch „Hahnenwasser“ gesagt? Ganz einfach! „Leitungswasser“ oder eben „Hahnenwaser“ heißt auf französisch „eau du robinet“ – „eau“ heißt „Wasser“ und „robinet“ heißt „(Wasser-)Hahn“!

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8 Gedanken zu „Welches Wasser?“

    1. Ich bin halt damit aufgewachsen… gelernt ist gelernt 😉
      Außerdem steht bei mir auf dem Fenstersims ein Buch über Teekesselchen (ich schreibe darüber im Beitrag https://nicolettasamira.wordpress.com/2024/03/13/ein-lustiges-spiel/) und da sind auf dem Titelbild ein Hahn (Gockel) und ein (Wasser-)Hahn abgebildet, denn das Buch heißt „Der Hahn tropft ständig, schimpft der Hahn“ – für mich ist also beim Wasser auch der Hahn naheliegend…

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  1. Das Bild von dem Bach gefällt mir. Bei uns hat man den einzigen Bach, die Rodau, renauturiert und mit kleinen Inseln versehen. Ich wünsch dir und Männe noch viele beglückende Hörstunden. Ich hab gerade die vier Sinfonien von Schumann erhalten, die der Inbegriff der Romantik in der Musik darstellen, aber leider nur als CDs, weil es die ehemaligen Schallplatten nicht mehr gibt und diese wohl auch nicht mehr aufgelegt werden. Machs gut, meine Liebe ❤️

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    1. Lieber Prinz, vielen lieben Dank für Deine Worte! Und Du hast wirklich diese Sinfonien nicht auf Vinyl gefunden? Ich habe vor einer Weile eine ganze Klassik-Sammlung weggegeben, weil das bei mir nicht auf den Plattenteller kommt, man hat mir die Klassik als Kind verleidet, als ich Geige spielen musste… Dir von Herzen ein sonniges Herbstwochenende und bis bald! Liebe Grüße Nicole

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      1. Jepp, solche Kindheitstraumen kenn ich auch. Kann keinen Schiller lesen, weil wir die unselige ‚Glocke‘ auswendig lernen mussten. Wie kann man Kinder nur so vergewaltigen? Ich muss auch sagen, dass mir der Schumann nicht so viel wert ist, dass ich hier in teures Vinyl investiere.

        Heute krieg ich aber Vinyl: Al Parsons Project: „I Robot“ in half speed remaster. Ist ganz neu erschienen. Es ist ein Konzeptalbum über den Roman, der auch verfilmt wurde. Vergleichbar mit der Edgar Allan Poe-Veröffentlichung von Parsons.

        Mein Instrument wäre nicht die Geige, sondern das Cello. Ich mag diese harzig-klebrigen Töne. Aber jetzt will ich mal kucken, denn du hast eine neue Veröffentlichung.

        Bis gleich meine Liebe ..

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      2. Ja, Cello hätte mir auch besser gefallen, wenn es schon ein Streichinstrument sein musste… ich wollte immer ein GROSSES Instrument spielen. Ich hab mir dann später das Bariton-Saxophon meines Mannes „geschnappt“, das war dann endlich groß genug… 🙂

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