Motorjapaner

(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Sprache“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Sprache“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)

Ein paar Jahre nach unserem Einzug in unser eigenes Haus wollten wir unser Dach sanieren. Damals war es gerade „in“, bei einer Baumaßnahme eine Energieberatung durchzuführen – die Hälfte der Kosten einer solchen Beratung wurde damals vom Staat übernommen. Und so wurde aus unserem überschaubaren „Dach-Projekt“ eine komplette Energiesanierung mit größeren (Fassade isolieren) und kleineren (Balkon verglasen) Maßnahmen.

Um Kosten zu sparen, haben wir damals versucht, möglichst viel selbst zu machen und wurden dabei glücklicherweise auch tatkräftig von Nachbarn und Arbeitskollegen unterstützt. Auf diese Weise konnten wir zum Beispiel die Kosten für den „Motorjapaner“ einsparen. Im Angebot war diese Position nämlich beim Aufgraben aufgeführt: für die Isolierung der Fassade mussten wir rund ums Haus einen Meter tief aufgraben, damit die Wand bis in diese Tiefe isoliert werden kann, sonst bringt das nämlich nicht viel… mein Mann fragt also bei der Bauunternehmung an, was denn bitte ein „Motorjapaner“ sei und erfährt dabei auch gleich, dass wir diesen einsparen könnten…

Ein „Motorjapaner“ ist quasi eine motorisierte Schubkarre: der Aushub, der beim Baggern des Grabens um unser Haus ja entsteht, muss ja irgendwie weggebracht werden. Dabei leistet so ein Motorjapaner gute Dienste, denn damit geht es nicht nur fix, sondern auch kraftschonend. Statt des Motorjapaners hat der Bauunternehmer aber einfach ein paar Schubkarren mitgebracht, mit denen dann unsere Helfer den Aushub weggebracht haben. Das ging auch fix – die waren danach allerdings auch fix und fertig. Wir waren sehr froh um unsere Helfer und um das gesparte Geld! Die Energiesanierung wurde auch so noch teuer genug…

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2 Gedanken zu „Motorjapaner“

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