(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Sprache“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Sprache“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)
Gestern ist mir noch eine weitere „oder-Frage“ begegnet, das ist hier im Blog bereits die elfte! Die anderen zehn waren: „Kleber oder Leim?“ im Beitrag „Eine klebrige Angelegenheit“, „Sund oder Belt?“, „Kleid oder Anzug?“, „Farbig oder bunt?“, „Gleich oder nicht gleich“, „Stacheln oder Dornen?“, „Bettflasche oder Wärmflasche?“ im Beitrag „Bettwärme“, „Pyjama oder Schlafanzug?“ im Beitrag „Gute Nacht“, „Schnell oder flott?“ und „Reifen oder Raupen?“.
Die elfte Frage lautet nun: Stock oder Schlange? Wir sind gerade dabei, eine kleine Sommersonnwendfeier mit einem schönen Sommersonnwendfeuer zu planen. Die bewegendste Sommersonnwendfeier, die wir bisher erlebt haben, war auf der dänischen Ostsee-Insel Samsø (ich schreibe darüber in den Beiträgen „Wintersonnwende“ und „Camping“). Nach dem das Feuer fast heruntergebrannt war, haben wir noch – wie ich sage – Schlangenbrot über der Glut geröstet (so habe ich das auch in diesen Beiträgen geschrieben). Hierzulande nennt sich das aber Stockbrot – und genau das wollen wir an unserer Sommersonnwendfeier auch machen. Und auf der Suche nach einem Brotteig-Rezept dafür bin ich dann eben auch auf die Frage gestoßen, ob es nun Schlangenbrot oder Stockbrot heißt. Den Begriff Schlangenbrot finde ich ja ein bisschen „grusig“, aber bei den Pfadi haben wir das immer so genannt – und meistens war das Brot dann auch ein bisschen „grusig“, weil außen verkohlt und innen noch roh…. Mein Mann hat (leider) auch keine besseren Erinnerungen Stockbrot, der kennt es aus Ferienlagern. Aber in Dänemark war es bestimmt das leckerste Brot, das wir je gegessen haben…!
Aber jetzt zu den verschiedenen Begriffen! Wikipedia schreibt zu den folgendes (zuletzt abgerufen am 15. Juni 2025):
„Als Stockbrot wird eine Brotsorte bezeichnet, bei der der Teig, häufig ein Hefeteig, um einen Stock gewickelt und über der Glut eines offenen Feuers gebacken wird.
In der Schweiz wird es auch Schlangenbrot genannt, im Osten Deutschlands ist es als Knüppelbrot, Knüppelkuchen (nicht zu verwechseln mit der seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannten (ostfriesischen) Knüppeltorte, die mitunter auch als Knüppelkuchen bezeichnet wird) oder Knüppelteig bekannt.“
So bleibe ich also – laut Wikipedia ja korrekterweise – beim „Schlangenbrot“ und mein Mann beim „Stockbrot“. Aber egal wie wir es auch nennen, hoffentlich schmeckt es unseren Gästen an unserer Sommersonnwendfeier!
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Ein Gedanke zu „Noch eine“