(Dieser Beitrag ist der sechste in der Serie „Fotoprojekt 2025/Würfelspiel“. Zu allen Beiträgen und anderen Serien geht es auf der Übersichtsseite. In dieser Serie erscheint ausnahmsweise bei den Beiträgen kein Beitragsbild, sondern das dazu gehörige Foto wird in den Text integriert.)
Es ist wieder soweit: Monatsanfang bedeutet, dass es einen neuen Beitrag zum „Fotoprojekt Würfelspiel von royusch“ gibt! Diesen Monat würfle ich 4 + 3 = 7, somit ist ein Wort mit dem siebten Buchstaben des Alphabets gesucht, also ein Wort mit dem Anfangsbuchstaben „G“. Lustig, dass ich nun schon im zweiten Monat in Folge denselben Buchstaben „erwürfle“ wie der „Erfinder“ dieses Würfelspiels (wenn auch mit einer anderen Zahlenkombination): Bei royusch gab es deshalb im Mai den Beitrag „Kormoran“, bei mir war es die „Kaiserschleuse“.
Doch auch wenn ich zum Glück durch das Würfeln mit inzwischen zwei Würfeln nicht so einen schwierigen Buchstaben wie das „J“ im April erhalten (das gab dann die „Jammerbucht“), so war die Suche nach einem passenden Wort und Foto für diesen Monat doch nicht so einfach:
Als erstes kommt mir der schnuckelige kleine dänische Leuchtturm „Gammel Pøl“ in den Sinn (ich versuche mich ja bei der Auswahl der Beiträge auf Leuchttürme zu beschränken, siehe dazu den ersten Beitrag „Campen“), aber das sind ja zwei Wörter… schade! Ich hätte so schöne Fotos dieses weißen Leuchtturms mit rotem Band, wie er da auf den Klippen am Rand eines strahlend gelben Stoppelfelds steht und vor dem strahlend blauen Himmel leuchtet.
Dann erinnere ich mich an den Leuchtturm von Glückstadt (an der Elbe), aber das Foto mit den drohenden düsteren Regenwolken hinter dem kleinen weißen Leuchtturm mit zwei (frierenden) Reiseradlern im Vordergrund ist nicht wirklich schön und mir auch ein bisschen zu persönlich, um es hier zu veröffentlichen.
In meinem Leuchtturmlexikon (Reinhard Scheiblich/Hans Helge Staack, Edition Ellert & Richter) entdecke ich dann den Eintrag „Geestemündung“ und habe mein Wort gefunden. Dazu gibt es in meiner Sammlung gleich mehrere Fotos zur Auswahl: zum einen Fotos beider Molenfeuer, zum anderen Fotos des heute nicht mehr existierenden Molenfeuer Nord. Ich entscheide mich schließlich für das Foto, bei dem der kleine Leuchtturm im Abend-Gegenlicht zu sehen ist:

Das Foto entstand am 9. September 2004 von der Fähre aus, mit der wir über die Weser von Bremerhaven nach Nordenham gefahren sind. Wir waren damals auf einer Radtour an der Nordsee (ebenfalls von Radtouren an der deutschen Nordsee stammen auch die Bilder zu den Beiträgen „Kaiserschleuse“, „Campen“, „Kugelbake“ und „Semaphor“).
Wie bereits erwähnt, ist das besondere an diesem Leuchtturm, das es ihn (leider) nicht mehr gibt. Aber zuerst zu seinem Bau: Im Rahmen des Ausbaus (Vertiefung und Verbreiterung) der Geestemündung in den Jahren 1912 bis 1914 wurde eine neue Nordmole gebaut, auf welcher der aus Backstein gebaute Leuchtturm mit der roten Metallhaube zu stehen kam. (Das Südfeuer ist ein einfacher, grün gestrichener Metallmast.) Über hundert Jahre später, in der Nacht auf den 18. August 2022, sackte ein Teil der Nordmole ab, weil Holzpfähle, auf denen die Mole damals gebaut wurde, nachgaben. Der Leuchtturm geriet daraufhin in Schieflage, die Mole wurde gesperrt. In einer aufsehenerregenden Aktion wurde der Turm schließlich kontrolliert auf ein Ponton gestürzt. Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir tatsächlich das Ganze live im Internet verfolgt haben! Der geplante originalgetreue Neubau der Mole und des Leuchtturms hat bis heute allerdings noch nicht begonnen. (Quelle: wikipedia/Leuchtfeuer_Geestemündung, zuletzt abgerufen am 2. Juni 2022)
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Vielen lieben Dank Nicoletta Samira, dass du mit deinem Wort „Geestemündung“ und einem Bild des entsprechenden Leuchtturms, wieder bei meinem Fotoprojekt „Würfelspiel 2.0“ dabei bist.
Wunderschöne Gegenlichtaufnahme!!!
Liebe Grüße und dir einen schönen Start in die neue Woche,
Roland
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Vielen lieben Dank! Dann war es richtig, dass ich die Gegenlicht-Aufnahme gewählt habe 🙂
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Auf jeden Fall. Mal ganz was anderes. Danke dafür.
Liebe Grüße, Roland
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Ja, damals waren mit einer richtigen Kamera (allerdings schon digital) solche Aufnahmen noch möglich. Seit wir nur noch mit dem Handy fotografieren, nicht mehr… was mich wieder einmal darin bestärkt, dass wir uns doch eine richtige Kamera besorgen sollten! Wir haben zwar eine digitale Spiegelreflex, aber zum „einfach-so-für-unterwegs“ mitnehmen ist diese halt zu groß… mal sehen… ich liebäugle schon länger mit einer kleinen, kompakten Digital-Kamera, aber bei uns gibt es nicht mal mehr Fotogeschäfte, wo man sich so etwas besorgen könnte!
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Das es bei euch keine Fotogeschäfte mehr gibt, ist Schade. Ich würde dir aber davon abraten eine Kamera online zu bestellen. Für mich zählt immer noch ein Gespräch in einem Fachgeschäft zur besten Alternative.
Liebe Grüße, Roland
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Hallo Roland, ja, das finde ich auch sehr schade und ist auch mit ein Grund, warum ich noch keine Kamera habe, denn ich möchte die wirklich selber vor Ort aussuchen können und nicht online bestellen (da sind wir einer Meinung!). Ich werde dazu halt in die nächstgrößere Stadt (Freiburg) fahren müssen… bis dahin schöpfe ich „fotomäßig“ für Dein Fotoprojekt Würfelspiel einfach aus meinem umfangreichen Fundus :-). Liebe Grüße und bis nächsten Monat! Nicole Samira
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