(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Sprache“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Sprache“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)
Im Duden-Sprachwissen-Newsletter vom 5. Mai 2025 habe ich dieses Wort gelesen, das ich noch nie gehört habe: Antonomasie. Ich habe nicht die geringste Ahnung, worum es sich handeln könnte und weil das ja anderen vielleicht auch so geht, passt die Wort-Erklärung dazu natürlich hervorragend hier in meinen Blog. (Ich habe schon in anderen Beiträgen zu Themen aus dem Duden-Newsletter geschrieben, nämlich über Farben: „Blau“ und „Mischfarben“).
Aber zurück zu Antonomasie: so ganz genau erklärt Duden die Herkunft des Begriffes nicht, aber im Wort Antonomasie steckt der griechische Begriff onomasia (Benennung), darin wiederum das griechische Wort onoma (Name), was uns auf die richtige Spur führt, denn Antonomasie bezeichnet zum einen, dass wir einen Eigennamen durch eine Bezeichnung ersetzen, die auf ein besonderes Kennzeichen oder bestimmte Eigenschaften des/der Benannten zurückgehen. Als Beispiel dient hier die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher, welche als „Eiserne Lady“ in die Geschichte eingegangen ist. Wenn wir nun über die „Eiserne Lady“ sprechen, müssen wir den Namen nicht mehr explizit nennen, da alle wissen, wer gemeint ist (naja, vielleicht nicht ganz alle, aber lassen wir das mal). Meine Lieblingsbeispiele sind hier allerdings – wie könnte es auch anders sein! – der „King of Rock´n´Roll“ (Elvis Presley) und der „King of Pop“ (Michael Jackson).
Zum anderen wird aber auch Antonomasie genannt, wenn ein Eigennname, der für eine bestimmte Eigenschaft steht, als Gattungsname verwendet wird. Der Duden führt dazu aus: „So z. B. bei Xanthippe (spätes 5. bis 4. Jh. v. Chr.), der in Wahrheit gar nicht so streitsüchtigen Frau von Sokrates, (Giacomo) Casanova (1725–1798), der reihenweise Frauen verführte, oder Adonis, dem wunderschönen Jüngling, dem selbst Aphrodite nicht widerstehen konnte. Bei manchen dieser Antonomasien hat der Gattungsname den ursprünglichen Eigennamen so stark überlagert, dass viele Menschen aus allen Wolken fallen, wenn sie erfahren, dass er auf eine (echte oder mythologische) Person zurückgeht.“
Quelle: www.duden.de/sprachwissen (zuletzt abgerufen am 21. Mai 2025)
P.S. Wer sich für solche Themen interessiert: der kostenlose Sprachwissen-Newsletter von Duden kann hier abonniert werden: www.duden.de/newsletter (zuletzt abgerufen am 21. Mai 2025)
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Also nichts mit Massage und Anton zu tun … interessant 😉
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