(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Berührende Bücher“. Hier geht es zum erklärenden Beitrag „Noch mehr berührende Bücher“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)
Auch wenn ich immer noch etwas skeptisch bin, was historische Romane angeht (mehr dazu im Beitrag „Wo Geschichte lebendig wird“), habe ich doch neulich schon wieder einen äußerst spannenden historischen Roman entdeckt! Im Gegensatz zum historischen Krimi, über den ich im Beitrag „In Frankfurt“ schreibe, nicht in einem Bücherschrank, sondern in der Buchhandlung „BuchEule“.
„Die Brücke von London“ von Julius Arth – ein mir bisher völlig unbekannter Autorenname – hat mich sofort angesprochen: auf dem Titelbild eine Frau und ein Junge auf der imposanten London Bridge, die es so heute nicht mehr gibt (das Buch beginnt im Jahr 1749). Auch der kurze Text auf der Rückseite verspricht spannende Unterhaltung – und ich werde nicht enttäuscht!
Als die verwitwete Tuchhändlerin Juliana, die ihr Geschäft in der ehemaligen Brückenkapelle auf der berühmten London Bridge, einen Jungen buchstäblich am Schopf aus den Fluten der Themse zieht, ahnt sie noch nicht, dass Alder und seine Bande ihr Leben komplett auf den Kopf stellen werden… denn seit es nicht mehr schick ist, auf der London Bridge einzukaufen – die Brücke ist komplett mit Geschäften und Wohnhäusern überbaut – sondern im „moderneren“ und leichter erreichbaren Westminster, kämpft sie mit großen finanziellen Schwierigkeiten. Als dann auch noch ein Geldeintreiber auftaucht und sich herausstellt, dass ihr verstorbener Mann ihr enorme Spielschulden vererbt hat, weiß sie nicht mehr, was sie tun soll. Das ehemalige Kapellengebäude, das sie gemietet hat, ist sowieso viel zu groß für ihr Geschäft und sie braucht auch nicht so viel Platz zum wohnen. Allerdings ist sie die einzige, von deren Keller es einen direkten Zugang zur Themse gibt… und das bringt Alder auf eine Idee: schon bald wohnen alle Kinder und Jugendlichen, die mit Alder auf der Straße gelebt haben, bei Juliana – und schon bald ist sie in einen regen Schmuggel verwickelt.
Dumm nur, dass die Verwaltung der Brücke, das sogenannte Bridge House und davon vorallem einer der Mitarbeiter, plötzlich ernomes Interesse an Juliana zeigt… ob das gut geht?!
Als sich Juliana – unvorsichtig geworden – zu einer (größenwahnsinnigen) Tat hinreissen lässt und schließlich festgenommen wird, droht alles aufzufliegen…
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