(Dieser Beitrag ist der vierte in der Serie „Fotoprojekt 2024: Würfelspiel“. Zu allen Beiträgen und anderen Serien geht es auf der Übersichtsseite. In dieser Serie erscheint ausnahmsweise bei den Beiträgen kein Beitragsbild, sondern das dazu gehörige Foto wird in den Text integriert.)
Am Ostermontag war mir gar nicht bewusst, dass wir schon den 1. April haben, aber wie immer hat der Initiator dieses lustigen Würfelspiels mit Fotoprojekt (royusch-unterwegs) rechtzeitig seinen Beitrag veröffentlicht (hier geht es zum April-Beitrag) – als Erinnerung an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Und so habe ich ein paar Tage später auch wieder gewürfelt: 2 + 4 = 6. Also ein Wort mit sechs Buchstaben. Nach einigem Hin und Her habe ich dazu aus meiner Liste (mehr dazu in den Beiträgen „Feuerhöhe“ und „Semaphor“) das Wort „GLASEN“ ausgewählt. Ich habe das Wort vor allem deshalb gewählt, weil ich dazu ein so schönes Foto einer Schiffsglocke habe. Das Wort „Glasen“ bedeutet in der Seemannssprache „das halbstündliche Schlagen der Schiffsglocke (Glasenglocke) für die Wache“ (es gibt auch das entsprechende Verb dazu: glasen).

Das Foto zeigt die Schiffsglocke der Wega II und entstand während einer sechsstündigen Ausflugsfahrt zum Leuchtturm „Roter Sand“ im August 2004. Der Leuchtturm, der im Hintergrund auf dem Foto zu sehen ist, heißt „Hohe Weg“ (hier stand übrigens früher auch ein Semaphor – was das ist, habe ich im Februar-Beitrag „Semaphor“ beschrieben).
Da ich mich ja in meinem Blog zur Zeit mit dem Thema „Sprache“ beschäftige (seit rund einem Jahr schreibe ich in einer Serie über Redewendungen und diesen Februar habe ich die Serie „Sprache“ gestartet – eine Übersicht über alle Beiträge gibt es hier: Übersichtsseite der Serien), so möchte ich mich noch ein bisschen mit der Herkunft des Wortes „Glasen“ beschäftigen. Das Herkunftswörterbuch (Duden Band 7) schreibt dazu: Früher nannte man auf Schiffen die Sanduhr einfach Glas, da sie aus Glas war. Die Sanduhren liefen halbstündlich ab. Der Ablauf der Sanduhr musste dann angeschlagen werden (hier kommt die Schiffsglocke ins Spiel!) und regelte den Wachdienst auf Schiffen. Aufgrund der Mehrzahlbildung „Glasen“ geht man davon aus, dass sich das Wort aus den Niederlanden verbreitet hat. Im Deutschen ist es seit dem 16. Jahrhundert bezeugt.
Außerdem war die Bestimmung der Glasen (also der Zeit) wichtig für die Navigation.
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Vielen lieben Dank NicolettaSamira, dass du mit deinem Wort „Glasen“ und einem sehr schönen Foto der Schiffsglocke, wieder bei meinem Fotoprojekt „Würfelspiel“ dabei bist.
Liebe Grüße, Roland
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Ja gerne doch. Jeden Monat eine kleine Herausforderung 😉
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