(Auch mit diesem Beitrag setze ich meinen Neujahrsvorsatz um… die Details dazu hier im Beitrag.)
Nachdem ich mich ja gestern in meinem Blogbeitrag „Mach`s einfach“ gefragt habe, ob dieser Vorsatz nicht eine (unnütze) Bürde darstellt, so bin ich heute zur Einsicht gelangt, dass dieser Fundus an Entwürfen ja auch ein Schatz sein kann – so wie ein reichhaltiges Buffet, von dem ich auswählen und mir das nehmen darf, worauf ich gerade Lust habe (wenn mir nicht gerade eine neue Idee unter den Nägeln brennt, die sofort umgesetzt werden möchte…). Heute war mir ganz einfach nach Schreiben, denn das gehört ja zu meinen absoluten Lieblingsbeschäftigungen. (Ich habe darüber auch schon verschiedentlich hier im Blog darüber geschrieben, zum Beispiel in den Beiträgen „Wenn ich nicht schreibe…“ oder „Die Magie des Schreibens“.) Und da ich ja eine längere Zwangspause im Sachen schreiben hinter mir habe (ich hatte ja eine Entzündung am rechten Handgelenk und konnte weder von Hand noch am Laptop schreiben), habe ich jetzt einen gewissen Nachholbedarf…!
Aber zurück zum Schreiben und dem heutigen Beitrag: ich meinte mich also daran zu erinnern, dass ich einmal einen Entwurf mit dem Titel „Die Lust am Schreiben“ verfasst hätte, also habe ich mich auf die Suche danach gemacht. Das war gar nicht so einfach: es gab einen Beitrag mit dem Titel „Vom Schreiben“, an den ich mich überhaupt nicht mehr erinnern konnte (und der auch nicht dem entsprach, wonach ich suchte), und es gab einen weiteren Beitrag mit dem Titel „Von Farben und der Lust am Schreiben“, der meiner Erinnerung schon näher kam, mich aber erst mit Titel in die Irre geführt hat. Ich habe dann einfach beschlossen, die beiden Texte zum Schreiben in einen Beitrag zu „packen“ und die Zeilen zu den Farben für einen weiteren (kurzen) Beitrag aufzuheben.
Damals – also im (alten) Entwurf zu diesem Beitrag – habe ich meine Lust am Schreiben so geschildert: „Heute habe ich einfach Lust zum Schreiben. Sonst ist es eher so, dass mich ein Thema bewegt, über das ich schreiben möchte und dann loslege. Doch heute habe ich einfach Lust darauf, zu schreiben.“ Schreiben ist ganz einfach ein Teil meines Lebens (das beschreibe ich ja im Beitrag „Wenn“), auch unterwegs schreibe ich. Sogar auf den mehrwöchigen Radtouren, die ich früher gemacht habe und bei denen alles überflüssige an Gepäck daheim bleiben musste, hatte ich stets ein (schönes) Tagebuch und einen Kugelschreiber dabei – und freue mich jetzt über diese unerwartete Lektüre: „Eine unerwartete Wiederentdeckung“.
Aber ich schreibe nicht nur um des Schreibens willen, sondern gerade hier im Blog schreibe ich mir auch viel von der Seele. Dazu habe ich im anderen (alten) Entwurf noch folgende Zeilen gefunden: „Manchmal dauert es eine Weile, bis ich ein Erlebnis – oder vielmehr die Gefühle dazu – in Worte fassen kann… und selbst dann ist es manchmal noch schwierig, all dies in einen guten Text zu verwandeln! Denn was von außen einfach aussieht – hier ist es das in Worte fassen und das Erleben der Situation, die für viele einfach scheint – ist für mich eben manchmal alles andere als einfach.
Interessanterweise ist das Schreiben eines Textes, dieses In-Worte-fassen oft auch selber eine Spurensuche – eine Suche nach dem Grund meiner Aufregung, eine Suche nach dem Kern meiner Zweifel, eine Suche nach dem Grund, warum ich mich selber (immer wieder einmal) – und meist völlig grundlos – einschränke, eine Suche danach, warum ich mir erst so viele – meist viel zu viele – Gedanken mache, nur um hinterher feststellen: war doch jetzt alles halb so wild…!“ Und gerade das bedeutet ja – für mich – (die Magie des) Schreibens.
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