(Dieser Beitrag ist das 4. Türchen des Adventskalenders hier im Blog. Zu den anderen Türchen geht es hier: Ein Adventskalender für Euch.)
Die heilige Barbara lebte im 3. Jahrhundert in der heutigen Türkei. Der Brauch der Barbarazweige bedeutet, dass wenn man am 4. Dezember, dem Gedenktag der heiligen Barbara, Zweige von Obstbäumen schneidet und ins Wasser stellt, dann wird man Weihnachten mit reicher Blüte beschenkt. Dieser Brauch geht auf folgende Legende zurück: Als Barbara von ihrem Vater ins Gefängnis geworfen wurde, weil sie Christin geworden war und keinen der Auserwählten heiraten wollte, blieb an ihrem Kleid ein Zweig hängen, den sie mitnahm. Am Tag ihres Todes soll der Zweig dann angefangen haben zu blühen.
Wann ich den Brauch der Barbarazweige kennengelernt habe, weiß ich nicht mehr genau und ich gebe es ehrlich zu, auch wenn ich den Brauch wirklich schön finde, so gehe ich doch nur selten am 4. Dezember in den Garten oder in den Wald, um passende Zweige zu schneiden – vielleicht liegt es daran, dass wir keinen Obstbaum im Garten haben?
Doch auch wenn ich nur selten Barbara-Zweige schneide, so ist mir die Figur doch anderweitig immer wieder präsent: als Patronin der Bergleute und Bauarbeiter steht sie (meines Wissens) in jedem Tunnel als Schutzheilige in einer Nische. Wer aufmerksam ist, kann im Vorbeifahren einen Blick auf die Figur erhaschen. Aber auch wenn ich sie nicht sehe, hat dieser Brauch doch etwas sehr Tröstliches an sich und ich finde es wirklich bemerkenswert, dass er selbst in unserer heutigen „modernen“ Zeit gepflegt wird und so weiterlebt.
P.S. Barbara behütet aber noch viel mehr: Sie ist Patronin der Türme, Bergleute, Bauern, Architekten, Bauarbeiter, Dachdecker, Maurer, Gießer, Schmiede, Steinhauer, Zimmerer, Totengräber, Hutmacher, Köche, Metzger, Mädchen, Gefangenen, Artillerie, Festungen, Feuerwehr, Sterbenden, und „hilft“ auch gegen Feuer, Gewitter, Fieber und Pest.
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3 Gedanken zu „Der (schöne) Brauch der Barbarazweige“