Lady-los

Auch wenn ich es wahnsinnig gern getan hätte: spätestens nach meinem Sturz zwei Tage vor Urlaubsbeginn ist definitiv klar: meine Lady bleibt zu Hause.

Doch auch wenn ich im Moment gar nicht fahren könnte, vermisse ich sie doch arg, so sehr ist sie schon Bestandteil meines Lebens geworden! Wir haben ja auch schon einiges zusammen durchgemacht und unsere Blessuren davon getragen. Das schweißt natürlich noch mehr zusammen. Und auch wenn mein Verstand manchmal findet, ich sollte mir vielleicht doch eine leichtere Maschine zulegen, so spricht mein Herz eine andere Sprache! Und da sich ein Motorrad auch mit nur leichtem Sturzschaden sowieso nicht (oder nur schwer) weiterverkaufen lässt, ist unser gemeinsames Schicksal besiegelt und das Thema vom Tisch.

Inzwischen kann ich gut nachvollziehen, warum es Motorradfahrer gibt, die sich (zu) große, (zu) stark motorisierte oder sonst irgendwie (rational gesehen) „unpassende“ Maschinen kaufen: sie haben sich ganz einfach verliebt! In ein Motorrad und die Freiheit, die es bedeutet.

Ich denke, deshalb haben wir auch diese unglaubliche, oft nicht nachvollziehbare und durch nichts anderes stillbare Sehnsucht nach dem Motorradfahren! Wir leiden regelrecht unter Entzugserscheinungen, denn es ist fast ein körperlicher Schmerz, nicht fahren zu können (oder zu dürfen). Denn nur auf dem Motorrad erlebe ich dieses einmalige und unglaublich berauschende Glücksgefühl, das mich jedes Mal erfasst, wenn ich mit meiner Lady unterwegs bin und mir bewusst wird: Ich! Fahre! Motorrad!

Und auch wenn es im Urlaub wirklich herrlich ist und ich in der Stille der Natur heilen darf, so zähle ich doch die Tage, bis ich meine Lady wiedersehe und hoffentlich auch fahren kann (im Moment sieht es allerdings leider noch nicht danach aus)! Denn Lady-los fehlt einfach ein Teil von mir.

#Worte_die_verzaubern

Ein Gedanke zu „Lady-los“

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