Hühnergott

Der Wind draussen erinnert mich an den Urlaub an der Ostsee, während dem ich diesen Stein – und das dazu gehörige Wort – gefunden habe: ein sogenannter Hühnergott.

Ein Hühnergott ist ein Feuerstein mit einem Loch, wie er recht häufig an der Ostsee zu finden ist. Er wird auch Drudenstein, Hexenstein oder Lochstein genannt und soll angeblich böse Geister abwehren. Er wurde deshalb früher in den Hühnerstall gehängt, um die Tiere vor Krankheiten zu schützen und hat vermutlich deshalb den Namen „Hühnergott“ bekommen. Das Loch entsteht dadurch, dass weichere Kreideeinschlüsse im Stein ausgewaschen werden.

Heute gelten Hühnergötter als Glücksbringer und werden auch als Schmuck getragen.

Wer eine Audioaufnahme zum Begriff anhören möchte, kann das bei „Frag doch mal die Maus“ tun: wdr.de/frag-doch-mal-die-maus/huehnergott, zuletzt abgerufen am 18. Aug. 2026.

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6 Gedanken zu „Hühnergott“

  1. Kreischende Hühner beten ihn an?
    Den Namen dafür kannte ich noch nicht, aber die Ähnlichkeit mit dem Symbol, das gerade im Mittelmeerraum verbreitet ist, dem in irgendwas (heutzutage meist Plastik) gefaßten Auge zum Umhängen, das auch aufgemalt auf Fischerbooten prangt, zur Abwehr des bösen Blicks, ist augenfällig, ins Auge stechend, geradezu aufdringlich wie ein Tritt auf’s Hühnerauge.
    Als Drudenstein kann man bestimmt allerlei Zauberkunststücke damit vollführen… – z.B. durchgucken.

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    1. Naja, ich nehme nicht an, dass die Hühner ihn anbeten, sondern dass das klappernde Geräusch von mehreren aufgehängten Steinen, die gegeneinander schlagen, ganz einfach den (bösen) Fuchs abschreckt…

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      1. Drum hat der Fuchs die Gans gestohlen! Ich fragte mich schon immer, warum er nicht die leichteren Hühner nimmt. Trotzdem glaube ich, dass es genug anbetende Hühner gibt. Und Gänse. Und Rindviecher. Woher kämen sonst die Beinamen des Lochsteins?

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