Chrööse

„Es chrööst ändlig nümmi im Käller“, habe ich vor ein paar Tagen zu meinem Mann gesagt. Wir hatten die Handwerker, welche neue Wasserleitungen im Keller verlegt haben und entsprechend war alles voller Baustaub und es hat bei jedem Schritt geknirscht… wobei „knirschen“ das eher feine, aber für mich total unangenehme Geräusch nicht ganz passend beschreibt. Nachdem ich dann den ganzen Keller gestaubsaugt hatte, war das Geräusch weg und ich habe mich gefragt, woher das Wort „chrööse“ kommt und wie eben die hochdeutsche „Übersetzung“ lautet. Mein Mann und ich sind dann ziemlich schnell auf das „knirschen“ gekommen, aber fanden eben beide, dass es das nicht ganz trifft.

Ich schaue deshalb im Idiotikon nach (www.idiotikon.ch, zuletzt abgerufen am 30. März 2026) und werde auch fündig (ich zitiere wörtlich):

„Chrööse“ ist die „Bezeichnung eines mehr oder weniger starken, hellen oder dumpfen Geräusches beim Zsdrücken oder Brechen eines harten oder spröden Stoffes, krachen, von einem Baume, der fallen will oder fällt, von einem hölzernen Hause, das von starken Windstössen erschüttert wird oder zsstürzt, auch mit unbest. Subj., mit geringerm Schall von Speisen unter den Zähnen, z. B. von Knorpeln, hartem Gebäck, Nüssen, Zucker, beim Zertreten eines Schneckenhauses, vom brechenden Knochen bei Operationen, beim Verrenken eines Gliedes, beim Biegen eines zinnernen Tellers, auch ohne das Brechen des den Schall verursachenden Gegenstandes; tosen, dröhnen, vom Donner, Kanonen, Lawinen, Gletschern, von gefrornem Boden unter Tritten; rauschen, rascheln, von dürrem Laub, Heu, Reisig; dann formelhaft zur Verstärkung des Ausdruckes für irgend eine leibliche Tätigkeit, i. S. v. ‚mit aller Macht‘“, bezeichnet aber auch folgendes: „rasseln, von Schleim im Hals oder auf der Brust beim Atmen, persönlich gewendet: schwer atmen, keuchen, engbrüstig husten“.

Das beantwortet zwar weder die Frage, woher das Wort kommt noch wie die hochdeutsche Entsprechung lautet, aber ich denke, dass jetzt klar ist, was damit gemeint ist.

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8 Gedanken zu „Chrööse“

  1. Ich persönlich finde ja, dass knirschen recht lautmalerisch treffend ist. Laubbläser chröösen. Die Jungs, von der Berliner Gartenbaufirma würden mich allerdings nur verständnislos anstarren, wenn ich das sagte – was sie allerdings sowieso immer tun, denn sie haben ja Ohrenschützer auf.

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      1. Ja Pfuuse gits bi suis au. aber mir China früher händ chrööse seit. Hüt bruch is nimm so oft.

        Ja, find ich auch. Schön das du dich damit beschäftigst. ich find mär mies lüge das Mundart nöd ausstirbt.

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