„Ich bi immer e bitz muff gsi“, weil ich als Kind keinen Muff bekam (ich habe mir so einen aus weißem flauschig weichem Kunstpelz gewünscht) – und manchmal bekomme ich heute noch das Muffensausen, wenn ich das Foto zu diesem Beitrag sehe…! Ein Foto zu einer Muffe habe ich leider in meinem Archiv nicht gefunden, doch jetzt erstmal zu den Erklärungen dieser vier Begriffe:
Der „Muff“ ist ein – eigentlich eher unpraktisches – Kleidungsstück, das man sich um den Hals hängt, um dann die Hände hineinzustecken, damit diese im Winter schön warm bleiben. Unpraktisch, weil ich die Hände nicht mehr frei habe… deshalb bevorzuge ich heute doch Handschuhe! Auch wenn die natürlich viel weniger elegant als ein schöner Muff sind… Interessant ist vielleicht noch die Herkunft des Wortes. Laut Wikipedia (wikipedia/Muff_Kleidung, zuletzt abgerufen am 31. Jan. 2026) stammt das Wort vom lateinischen „muffula“ für „Pelzhandschuh“. Und zur Geschichte steht im selben Artikel: „Muffe wurden früher vor allem vom Bürgertum und den gehobenen Ständen statt Handschuhen getragen. Heute sind sie weitgehend aus der Mode gekommen. Die wohl erste bekannte Abbildung eines Muffs findet sich in England im Jahr 1567 mit dem Abdruck einer modisch gekleideten Dame.“
Der Begriff „muff (sein)“ ordne ich allerdings dem Dialekt zu. Ich finde im Internet auch keine deutsche Seite, welche dieses Adjektiv enthält (nur Substantive und Verben dazu). Ich gerife deshalb auf das Berndeutsche Wörterbuch zurück, welches unter „muff“ die Bedeutungen „verärgert, sauer, schlecht gelaunt usw.“ aufführt (www.berndeutsch.ch, zuletzt abgerufen am 31. Jan. 2026).
Die „Muffe“ wird im Duden (www.duden.de/Muffe, zuletzt abgerufen am 31. Jan. 2026) folgendermaßen beschrieben: „Verbindungsstück (in Form eines Hohlzylinders), durch das zwei Rohre verbunden werden“ oder „auf eine Welle, Achse aufgeschobenes, rohrförmiges Stück, das nicht an der Drehung der Welle, Achse teilnimmt“, Gebrauch im Bereich der Technik. Das Wort kenne ich erst, seit wir in unserem eigenen Haus wohnen und es einiges zu renovieren gab (und immer noch gibt, im Moment ist grad das Gästebadezimmer an der Reihe…!).
Den Begriff „Muffensausen“ kenne ich erst, seit ich in Deutschland lebe. Und bei einer unserer größten Baustellen habe ich es ordentlich bekommen! Denn als einer unserer Helfer (ein damaliger Arbeitskollege meines Mannes) einen Presslufthammer in die Finger bekommt und damit munter Teile unserer Hauswand wegspitzt (siehe Beitragsfoto!), fand ich das gar nicht mehr lustig und habe deshalb ordentlich das Muffensausen bekommen! Unser Haus steht zum Glück immer noch und so kann ich noch in Ruhe etwas zu diesem Begriff schreiben… bei Duden steht allerdings ganz lapidar: Angst (www.duden.de/Muffensausen, zuletzt abgerufen am 31. Jan. 2026). Interessant ist hier vielleicht noch der Hinweis, dass dieses Wort 1986 erstmals im Rechtschreibduden stand.
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Um Deiner Muffsammlung noch etwas hinzuzufügen. Als Anschlussmuffe wird (nicht nur in Rohrlegerkreisen) auch gern das Bier bezeichnet, das dem vorausgegangenen Bier folgt.
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Danke für diesen interessanten Hinweis! Prost!
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