Tefifon

In einem Roman von Walter Moers („Die Insel der tausend Leuchttürme“) kommt das Wort „Möbiusband“ vor. Eigentlich weiß ich, was das ist – wenn man einen Papierstreifen an seinen Enden „verkehrt herum“ zusammenklebt, erhält man ein Möbiusband. Da mir das aber als Erklärung (für den Blog hier) nicht reicht, schaue ich für die Details im Internet nach – und schon habe ich ein noch viel interessanteres Wort entdeckt!

Aber zuerst zum Möbiusband (wiki/Möbiusband, zuletzt abgerufen am 30. Jan. 2026): „Möbiusband, Möbiusschleife oder Möbius’sches Band bezeichnet eine Fläche, die nur eine Kante und eine Seite hat. Sie ist nicht orientierbar, das heißt, man kann nicht zwischen unten und oben oder zwischen innen und außen unterscheiden.“

Auch in der Kunst ist das Möbiusband weit verbreitet (siehe obenstehenden Link).  Gerade neulich habe ich dazu auch im Blog von Manuela Mordhorst einen Beitrag zu einer Retrospektive der Künstlerin Lygia Clark gelesen (blog.manuela-mordhorst.de/lygia-clark, zuletzt abgerufen am 30. Jan. 2026). Die Künstlerin wurde anscheinend inspiriert „durch die Auseinandersetzung des Schweizer Multitalents Max Bill mit der Möbiusschleife“ (wer Max Bill Möbiusband googelt, finde eine ganze Reihe seiner Möbiusband-Skulpturen im öffentlichen Raum).

Aber darüber wollte ich ja eigentlich gar nicht so ausführlich schreiben… ! Denn ich habe ja im oben erwähnten Artikel auf Wikipedia unter dem Titel „In der Technik/Unterhaltungselektronik“ folgendes interessante – und wie ich auch finde, lustiges – Wort entdeckt: wer weiß bitte, was ein „Tefifon“ ist?! Ein Tefifon ist ein Wiedergabegerät für Schallband-Kassetten. In einer solchen Schallband-Kassette (auch Tefifonkassette genannt) befindet sich ein flexibles und endloses Schallband aus Kunststoff, welches auf der Vorderseite eine Schallrille enthält. Die Tonabnahme ist wegen dieser Schallrille vergleichbar mit der einer Vinyl-Schallplatte, wobei der Tonabnehmer beim Tefifon die Schallrille von oben nach unten auf Schallband durchläuft. Allerdings handelt es sich bei diesem Schallband nicht um ein Möbiusband, wie ich anfangs gedacht habe, sondern die Schallbänder wurden nur einseitig bespielt, obwohl es schon früh Überlegungen gab, sie als Möbius-Band auszuführen und herzustellen, um so ihre gesamte Oberfläche im Endlosbetrieb auszunutzen. Allerdings verhinderten zahlreiche praktische Probleme, die sich an der Verbindungsstelle ergeben hätten, die Umsetzung. Ganz allgemein konnte sich das Tefifon nicht erfolgreich gegen die Klangqualität von Vinyl-Schallplatten und des Tonbandes durchsetzen. (wiki/Tefifon, zuletzt abgerufen am 30. Jan. 2026)

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Ein Gedanke zu „Tefifon“

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