Palmen

Sind Palmen Bäume oder nicht? Mit dieser – wirklich wichtigen – Frage mussten sich in den vergangenen Wochen die Verantwortlichen der Gemeinde Badenweiler beschäftigen (die Badische Zeitung hat dazu in ihrer Ausgabe von Samstag, 24. Januar 2026 unter der Rubrik „Markgräfler Nachrichten“ auf Seite 30 berichtet). Im idyllisch im Markgräflerland – das Markgräflerland wird oft auch als die „Toskana Deutschlands“ bezeichnet – gelegenen Kurort wollte man sich mit Palmen mediterranes  Flair geben. Also wurden die Verkehrsinseln an den Ortsein- und ausgängen im Dezember mit Palmen bepflanzt. Da sich diese Verkehrsinseln aber ausserorts befinden, also an besagten Stellen eine höhere Geschwindigkeit gilt als innerorts, dürfen da aber aus Sicherheitsgründen keine Bäume gepflanzt werden, so die Straßenverkehrsordnung (StVO). Doch Palmen sind gar keine Bäume, da ihre Stämme im Laufe der Zeit gleich dick bleiben. Doch es hilft alles nichts: Die Palmen mussten wieder weg. Der Bürgermeister der Gemeinde nimmt es gelassen und meint dazu nur: „Wenn wir uns um solche Dinge in Deutschland kümmern, geht es uns noch gut.“ Und ich denke: „Wie gut, dass er sich deswegen nicht auf die Palme bringen lässt!“ – und kann wieder einmal über eine Redensart schreiben!

Bis Ende letzten Jahres habe ich ja eine eigene Serie zum Thema „Redewendungen“ geführt (der erste Beitrag hieß „Was macht der Storch im Salat?“, alle weiteren Beiträge sind auf der Übersichtsseite der Serien zu finden) – warum ich nun keine Serien mehr schreibe, sondern die Beiträge einfach hier im Blog integriere, erkläre ich im Beitrag „Am Aufräumen“.

Aber zurück zu den Palmen und dem Bürgermeister, der sich – zum Glück! – eben nicht auf diese bringen lässt. Die besagte Redewendung lässt sich ganz einfach erklären (wiki/jemanden_auf_die_Palme_bringen, zuletzt abgerufen am 29. Jan. 2026): „Dieser ab 1930 bezeugten Redewendung liegt zum einen die Vorstellung zugrunde, dass Wut und Ärger einen Menschen auffahren, „hochgehen“ lassen, zum anderen fußt sie auf der Grundvorstellung des in höchster Erregung die Palme erkletternden und von dort herabzeternden (bildlich: mit Kokosnüssen werfenden) Affen.

Und wer sich jetzt noch fragt, warum Palmen keine Bäume sind: „Palmen sind keine Bäume. Ihr Stamm wird nämlich nur dort dicker, wo er auch in die Länge wächst, also immer zuoberst. Er besteht auch nicht aus einem richtigen Holz. Man sagt deshalb nur, der Stamm sei „verholzt“. Palmenstämme sind immer eher dünn.“ (klexikon.de/Palmen, zuletzt abgerufen am 29. Jan. 2026)

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Ein Gedanke zu „Palmen“

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