Sudoku

Beim Schreiben des vorherigen Beitrags „Tsundoku“ ist mir die Ähnlichkeit zum Wort „Sudoku“ aufgefallen und dabei ist mir in den Sinn gekommen, dass es über das beliebte Zahlenspiel (aus Japan?!) eine interessante Geschichte zu erzählen gibt – nicht unbedingt, was das Wort anbelangt, sondern woher das Sudoku eigentlich ursprünglich kommt…

Doch da ich hier in meinem Blog ja über Sprache schreibe, noch kurz zur Herkunft des Wortes: es stammt aus dem japanischen, da das Sudoku von Japan aus im Jahr 1984 seinen „Siegeszug“ um die Welt antrat und ist ein Akronym (mehr zu diesem Begriff im Beitrag „Deonyme“) aus „Sūji wa dokushin ni kagiru“ (verkürzt: die Zahl, die für sich alleine steht). (wiki/Sudoku, zuletzt abgerufen am 20. Jan. 2026)

Aber jetzt zur interessanten Geschichte der Herkunfts dieses Zahlenspiels. Für einmal werde ich dafür nicht aus dem Internet (oder aus einem Buch) zitieren, sondern von einer Tasse – einer Tasse?! Ja, und das kommt so: Meine inzwischen leider verstorbene Tante war eine begeisterte Sudoku-Spielerin. Als mein Mann und ich vor vielen Jahren auf einer Radtour in Norddeutschland unterwegs waren, entdecke ich vor der Heimreise am Hamburger Hauptbahnhof in einem Teegeschäft eine Tasse mit einem Sudoku drauf und nehme diese einfach mit an die Kasse, ohne auf den Preis zu schauen, sondern einfach, weil ich dieses lustige Mitbringsel für meine Tante mitnehmen möchte – die Tasse kostete damals zwanzig Euro! Ich glaube, das ist die teuerste Tasse, die ich je in meinem Leben gekauft habe, aber egal… der Überraschungseffekt war da, meine Tante freute sich sehr darüber und hat irgendwann auch das aufgedruckte Sudoku (erfolgreich) gelöst, auch wenn die Lösung auf der Unterseite der Tasse aufgedruckt war (siehe das Beitragsbild). Erst nachdem meine Tante vor ein paar Jahren gestorben ist und ich die Tasse als Andenken aus ihrer Wohnung mitnehmen durfte, habe ich festgestellt, dass da nicht nur ein Sudoku aufgedruckt ist, sondern auch die Geschichte mit der Herkunft des Sudokus. Ich traue meinen Augen nicht, als ich lese, wer das Sudoku ursprünglich erfunden hat und frage deshalb meinen Mann herausfordernd: „Wer hat’s erfunden?!“ (Frei nach der wohlbekannten Ricolareklame, siehe zum Beispiel hier: www.youtube.com, zuletzt abgerufen am 20. Jan. 2026.) Denn tatsächlich – die richtige Antwort lautet: Ein Schweizer!!!

Laut dem Text auf der Tasse soll das Konzept des Sudokus auf den Schweizer Mathematiker Leonhard Euler (auch bekannt für die sogenannte Euler’sche Zahl) zurückgehen, der im Jahr 1783 ein Spiel mit dem Titel „lateinische Quadrate“ erfunden hat. Das Spiel blieb jedoch relativ unbekannt. Erst als in den 1970er-Jahren ein freischaffender Rätselerfinder es adaptierte und in der amerikanischen Zeitschrift „Dell“ veröffentlichte, wurde es bekannter. In den darauffolgenden 1980er-Jahren wurde es in Japan bekannt unter dem bereits oben erwähnten Namen „Sūji wa dokushin ni kagiru“, der aber rasch zu „Sudoku“ abgekürzt wurde. Der Durchbruch in Amerika und Europa fand aber erst im Jahr 2004 statt, als die Zeitung „The Times“ ihr erstes Sudoku publizierte und damit das enorme Phänomen des „am schnellsten wachsenden Puzzle in der Welt“ startete (der Text auf der Tasse ist englisch).

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6 Gedanken zu „Sudoku“

      1. Ich jogge nicht gern, man rennt, schwitzt und kommt genau dort wieder an, wo man losgelaufen ist, nur um die Klamotten wechseln zu müssen. Das Gehirn trainiert man auch beim Denken mit Ziel.

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