Um nach den „Helvetismen“ und dem „Idiom“ gleich noch beim Dialekt zu bleiben, „arbeite“ ich gleich noch einen weiteren Entwurf zu diesem Thema ab. Manchmal sorge ich nämlich mit meinem Dialekt (bei meinem Mann) für Verwirrung.
Wenn ich nämlich sage „ich mag nümmi“, dann kann das zwei Bedeutungen haben: zum einen „ich will nümmi“ (im Sinne von „ich habe keine Lust mehr“) oder „ich kha nümmi“ (im Sinne von „ich kann – kräfte- oder kapazitätsmäßig – nicht mehr“). Für meinen Mann bedeutet „ich mag nümmi“ allerdings nur „ich kha nümmi“. Wenn er nicht mehr will, also keine Lust mehr hat, dann sagt er „ich will nümmi“. Alles klar?
Ich versuche es mal noch an einem Beispiel zu erklären: früher haben wir ja regelmäßig im Urlaub größere Radtouren gemacht. Wenn ich dann also keine Lust mehr hatte zum Weiterfahren, habe ich gesagt: „Ich mag nümmi!“ Wenn ich aber mit meinen Kräften am Ende war, habe ich dasselbe gesagt… kein Wunder, dass wir manchmal vielleicht Kommunikationsprobleme hatten, denn mein Mann ist da viel deutlicher! Wenn er keine Lust mehr hatte zum Weiterfahren, sagt er: „Ich will nümmi!“ („Ich will nicht mehr!“) Und wenn er am Ende seiner Kräfte war, sagt er: „Ich kha nümmi!“ („Ich kann nicht mehr!“). Manchmal ist das mit den verschiedenen Dialekten halt nicht so einfach, gäll?! Aber ansonsten verstehen wir uns ganz gut…!
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2 Gedanken zu „Verwirrung“