(Dieser Beitrag gehört zur Serie „Sprache“. Hier geht es zum ersten erklärenden Beitrag „Sprache“ und zur Übersichtsseite mit allen Beiträgen.)
Auf den ersten Blick vielleicht nicht ersichtlich, aber auch dieser Beitrag würde – wie schon das „Kaltgerätekabel“ und „Der Ohrwurm“ – gut gut zu meiner neuen Serie „Vinyl-Freude“ passen, aber auch hier geht es eher um die Bedeutung (und Herkunft) des Wortes „Hutmutter“. Die „Mutter“ ist übrigens ein Teekesselchen, also ein Wort mit doppelter Bedeutung: ein Kind hat eine Mutter, eine Mutter kann aber auch zu einer Schraube gehören (mehr zum Thema „Teekesselchen“ im Beitrag „Ein lustiges Spiel“).
Wie ich zu dieses Wort entdeckt habe? Neulich habe ich meinen Schreibtisch aufgeräumt und dabei in einer kleinen Schale mit Krimskrams ein Metallteilchen gefunden, dass auf der einen Seite wie eine Mutter (also eine Schraubmutter) aussah und quasi obendrauf sass noch eine Glocke. Ich will es schon zum Altmetall schmeißen (unsere örtliche Feuerwehr freut sich darüber bei der nächsten Sammlung!), doch dann denke ich, dass mein Mann dieses Ding vielleicht aufheben möchte (kann man ja vielleicht irgendwann noch für etwas brauchen…). Also hebe ich „das Ding“ auf und frage ihn abends, als er von der Arbeit nach Hause kommt. „Nicht wegschmeißen!“, meint er. Dann ist ja gut, dass ich „das Ding“ aufgehoben habe! Und er weiß auch die korrekte Bezeichnung dafür, das ist nämlich eine „Hutmutter“, also eine Schraubmutter mit „Hut“. Mein Gehirn (das ja sowieso anscheinend zu klein ist, siehe den Beitrag „Der Ohrwurm“) hat allerdings beschlossen, dass es sich diese Bezeichnung nun wirklich nicht merken muss. Doch kurz darauf sind wir dabei, eine total bunte, leider aber total zerkratzte und deshalb nicht mehr anhörbare Schallplatte mit Hilfe eines Adapters an die Wand zu hängen (wer sich so etwas anschauen möchte, das gibt es bei protected.de, zuletzt abgerufen am 31. März 2025). Auch das Label der Platte ist bunt, weshalb mich die schwarze, recht große Mutter (!), mit der die Platte am Adapter befestigt ist, stört. So ein „Ding“, wie ich es neulich gefunden habe, würde da, aber in schwarz, viel besser passen! Ich sage also zu meinem Mann: „Also das sähe schöner aus, wenn wir da so ein Ding in schwarz dran machen würden, weißt Du, so ein Teil wie dieses, das ich kürzlich gefunden habe…“ „Das war eine Hutmutter!“ Ach ja, stimmt, so hieß dieses Ding… und nachdem mir das Wort nun ein weiteres Mal begegnet ist, „muss“ ich schon mal ein bisschen näher damit beschäftigen… ich recherchiere deshalb mal wieder im Netz und lerne dabei folgendes: Die korrekte Bezeichnung lautet Schraubenmutter. Eine Schraubenmutter ist immer eine Sechskantmutter. Sie sorgen durch ihre Form für mehr Sicherheit und sehen außerdem hübsch aus (das steht wirklich so unter www.theo-schrauben.de, zuletzt abgerufen am 31. März 2025). Wer ins Detail gehen möchte, findet bei Wikipedia einen sehr ausführlichen Artikel (zuletzt abgerufen am 31. März 2025).
Ich merke mir nur: eine Mutter mit Haube ist eine Hutmutter – das muss reichen…!
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2 Gedanken zu „Die Hutmutter“